Forex Risiko » Wie groß ist es?

Redaktionsempfehlung Forex GKFX

Für Privatpersonen ist der Handel am Devisenmarkt mit einem erheblichen Risiko verbunden. Mit dem Handel kleiner Kursveränderungen werden täglich Milliarden Dollar umgesetzt. Über das letztliche Forex Risiko entscheidet der Einsatz von Hebeln von 1:100 oder 1:400 wesentlich mit. Die Hebelwirkung ist die Grundlage für einen extrem hohen Gewinn, vorausgesetzt der Trader setzt beim Forex-Trading auf ein durchdachtes Forex Risikomanagement.

Durch einen Hebeleinsatz kann aus 1.000 Euro ein am Markt platziertes Handelskapital von 100.000 Euro gehebelt werden. Mögliche Profite gibt es nur bei entsprechendem Risiko. Durch den Hebel kann der Händler durch eine Veränderung von wenigen Pips innerhalb von Minuten sein komplettes Kapital verlieren. Immer wieder findet sich die Aussage, dass Forex-Trading hochspekulativ ist und somit ein großes Risiko mit sich bringt. Auch Margin Call und Nachschusspflicht werden in diesem Zusammenhang häufig erwähnt. Doch wie groß ist das Risiko tatsächlich und worauf müssen Anleger besonders achten?

Forex Risiko: Die Fakten im Überblick

  • Forex ist ein Finanzprodukt der höchsten Risikoklasse
  • Größtes Risiko durch die Nachschusspflicht
  • Forex handeln lernen kostet Zeit und Geld
  • Seriöse, regulierte Broker garantieren keinen Trading-Erfolg
  • Faire Handelsbedingungen sind nicht die Regel
  • Demokonto zum Einstieg in den Forex-Handel nutzen

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1. Einordnung des Währungshandels in Risikoklassen

Viele unerfahrene Privatanleger verstehen den Begriff „hochspekulativ“ in der Regel nicht im vollen Ausmaß. Deswegen ist es sinnvoll, den Währungshandel in Kategorien einzuordnen, die sie von ihrem Anlageberater kennen.

Je nach Anbieter werden die Anleger bestimmten Typen und Risikoklassen zugeordnet. Anleger können dabei beispielsweise die folgenden Charakteristika erhalten:

  • Sicherheitsorientiert
  • Risikobewusst
  • Gewinnorientiert
  • Hoch spekulativ

Zudem bietet es sich an, die Geldanlage dann dem Risikotyp entsprechend auf Anlageklassen zu verteilen. Eine beispielhafte Zuordnung könnte beispielsweise so aussehen:

  • Risikoklasse 1: Tagesgeld, Festgeld, Geldmarktfonds
  • Risikoklasse 2: Rentenfonds, Misch- und Dachfonds, offene Immobilienfonds
  • Risikoklasse 3: international gestreute Rentenfonds, Fonds mit mittlerem bis hohem Aktienanteil
  • Risikoklasse 4: spezifischere Fonds (Regionen, Branchen, Themen, Nebenwerte)
  • Risikoklasse 5: Einzelaktien, Hedgefonds, Futures, CFDs und Forex

Wie groß das Risiko in den einzelnen Klassen tatsächlich ist, hängt teilweise von dem jeweiligen Produkt und vor allem auch vom Anlagehorizont an. Zudem ist es üblicherweise empfehlenswert, durchaus Finanzprodukte aus unterschiedlichen Klassen zu nutzen. Das Verhältnis wäre nur jeweils ein anderes. Ein sicherheitsorientierter Anleger würde beispielsweise ein Großteil seines Geldes in festverzinsliche Anlagen investieren, während ein hoch spekulativer Anleger diese nur am Rande nutzen würde, um seine Liquidität zu erhalten.

Die meisten Anleger schätzen sich zudem anfangs deutlich risikofreudiger ein, als sie tatsächlich sind. Wenn in einer Krise das Aktiendepot ein Fünftel seines Wertes verliert, bekommen die meisten weiche Knie. Ohnehin scheut ein Großteil der deutschen Anleger Aktien aufgrund des hohen Risikos. Tatsächlich verfügen sie auf eine lange Anlagedauer gesehen über ein hervorragendes Rendite-/Risikoverhältnis.

Wer den Forexhandel als Möglichkeit der Geldanlage in Betracht zieht, sollte sich also darüber im Klaren sein, dass es zahlreiche andere Finanzprodukte gibt, die besser zum Anlageziel passen können, als andere.

Es gibt zudem sogar die These, dass Forex überhaupt nicht als Geldanlage gesehen werden sollte. Stattdessen handelt es sich eher um eine Art Glücksspiel, dessen Ausgang vom Trader nicht wirklich vorhergesehen werden kann. Um diesen Punkt streiten sich aber Experten und Wissenschaftler der ganzen Welt.

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Beim Broker IG können die Verluste die Kontoeinlagen übersteigen

2. Größtes Risiko durch die Nachschusspflicht

Einer der größten Unterschiede, durch die sich Forexhandel und die meisten Finanzderivate von Finanzprodukten abgrenzen, die für Privatanleger als geeignet gelten, ist die Nachschusspflicht. Sie ist ein typisches Merkmal von gehebelten Produkten und einer der Hauptgründe, warum der Handel mit Forex so gefährlich sein kann.

Beim Währungshandel geht es üblicherweise nur um wenige Nachkommastellen Unterschied. Trader nutzen deswegen in der Regel einen Hebel. Während Profi-Trader diesen üblicherweise so gering wie möglich wählen, gehen viele unerfahrene Händler ein deutlich höheres Risiko ein und wählen teilweise Hebel von 1:100 oder noch mehr. Das bedeutet:

  • Der Trader hat seinen Einsatz verhundertfacht.
  • Der Trader muss diesen „Kredit“ durch eine Margin absichern.
  • Ein Prozent Steigerung führt dazu, dass er seinen Einsatz verdoppelt hat.
  • Ein Prozent Verlust führt dazu, dass der Verlust das Doppelte des Einsatzes beträgt.

Fällt der Kurs und der Trader hat ihn beispielsweise nicht abgesichert, indem er ein Stop-Loss gesetzt hat, wird auch sein Verlust immer größer. Hat er beispielsweise 100 Euro bei einem Hebel von 1:100 investiert und der Kurs verliert fünf Prozent, bevor er geschlossen wird, hat er einen Verlust von 500 Euro. Immer dann, wenn der Verlust die hinterlegte Sicherheitsleistung (Margin) übersteigt, kann der Broker die Position zudem schließen. Nicht immer gelingt dies rechtzeitig. Der Trader muss dann eventuell entstandene Verluste ersetzen, also nachschießen.

Das bedeutet also, dass der Verlust nicht auf das eingesetzte Kapital begrenzt ist. Bei den meisten anderen Geldanlagen für Privatanleger, also die Produkte ohne Hebel, ist dies nicht möglich. Maximal können Anleger dabei den Betrag verlieren, den sie auch eingesetzt haben. Zudem sind die Einlagen in vielen Fällen noch abgesichert. Bei Festgeldanlagen sind die Banken beispielsweise dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen, der bis zu einer gewissen Höhe Kundeneinlagen ersetzt. Und selbst bei Aktien können Anleger maximal ihr investiertes Kapital verlieren. Dementsprechend ist das Risiko beim Forex-Handel deutlich größer.

3. Ist Daytrading gar immer ein Verlustgeschäft?

Die North American Securities Administrators Association hat um die Jahrtausendwende eine Studie veröffentlicht, in der untersucht werden sollte, wie erfolgreich Daytrading sein kann. Dafür wurden innerhalb von sieben Monaten verschiedene Aspekte des Daytrading untersucht.

Die All-Tech Investment Group fand dabei heraus, dass 70 Prozent der Anleger Geld verloren. Ronald L. Johnson schließt aus den Daten sogar, dass diese 70 % alles verlieren, was sie investieren. Nur 11,5 % der untersuchten Stichprobe schienen in der Lage zu sein, profitables Day-Trading durchzuführen. In einer anderen Studie fand die NASAA zudem Hinweise darauf, dass von 16 Daytrading-Konten lediglich eines tatsächlich profitabel arbeitete.

Auch die technische Analyse ist nicht unumstritten. Bei den meisten Tradern wird sie jedoch als wesentliches Kriterium zur Trading-Entscheidung herangezogen. Grundsätzlich basiert sie auf dem Grundgedanken, dass sich bestimmte Muster in den Charts immer wiederholen und es so möglich ist, die Kursentwicklung bis zu einem gewissen Grad hervorzusagen.

Finden sich also mit einer bestimmten Darstellung oder einem Indikator bestimmte Trends und Anzeichen in einem Kursverlauf wieder, glauben Chartisten, den Trend voraussagen zu können. Dieses Prinzip ist durchaus umstritten. Grundsätzlich gibt es keinen Grund, warum dies so sein sollte, zumal die Betrachtung von unterschiedlichen Zeiträumen, Diagrammarten oder Indikatoren deutlich unterschiedliche Prognosen hervorbringen können.

Die technische Analyse ist also durchaus umstritten und bislang hat noch kein Trader das Set an Tools gefunden, dass als das Ideal gelten kann. Sollte eine Chartanalyse nicht möglich sein, gibt es für Trader jedoch keine Möglichkeit, eine Aussage über den Kursverlauf zu machen, die rational gestützt wäre. Dann jedoch wäre Daytrading fast zwangsläufig ein Verlustgeschäft. Trader hätte eine 50:50-Chance richtig zu liegen. Ein Gewinn würden jedoch durch Gebühren geschmälert wäre, sodass es fast unmöglich wäre, dauerhaft Profit zu erzielen.

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4. Selbstverantwortlichkeit als Risiko

Eines der größten Risiken ist der Umstand, dass ein Anleger üblicherweise bei den Trades völlig auf sich allein gestellt ist. Bei anderen Anlageentscheidungen ist er dies normalerweise nicht. Hier macht es in vielen Fällen nicht all zu viel, wenn er noch keine umfassende Erfahrung bei der Vermögensverwaltung besitzt.

Er hat in der Regel viel Zeit, sich das fehlende Wissen anzueignen und dabei die Erfahrung von Experten zu nutzen. Aktien, Fonds, selbst Tages- und Festgeldangebote, werden ständig von der Fachpresse untersucht, analysiert und bewertet. Auf diese Weise erhält er zahlreiche Informationen, auf deren Grundlage er dann eine Anlageentscheidung treffen kann. Zudem kann er die Entscheidungen mit einem unabhängigen Finanzberater absprechen und so prüfen, ob es sich um eine gute Wahl handelt.

Beim Trading ist der Händler hingegen üblicherweise auf sich allein gestellt. Er kann die einzelnen Entscheidungen keineswegs jedesmal mit einer zweiten Person absprechen. Auch wenn er beispielsweise im Vorfeld Seminare besucht oder sich auf andere Art weiterbildet, hat er nicht die Sicherheiten, die er sonst nutzen kann. Er muss dementsprechend auch selbst bewerten, ob es sich bei Misserfolg um ein Problem der Varianz, des Marktes oder der eigenen Strategie handelt. Zugleich hat er überhaupt keine Erfahrungen, die dies möglich machen.

Erfolgreich Forex handeln lernen ist also zwangsläufig ein Prozess, der dem Trader Geld kosten wird. Nur ein Bruchteil schafft es überhaupt, einen Gewinn durch das Trading zu erzielen. Der Großteil der Einsteiger gibt zudem nach kurzer Zeit auf. Dass der Trader gezwungen ist, eigenständig Entscheidungen zu treffen, ist also in gewisser Weise auch ein großes Wagnis. Gerade, wenn der Lernerfolg ausbleibt, kann sich Forex-Trading so zu einem großen Risiko entwickeln.

5. Wie wichtig sind (finanz-)politische Risiken beim Forex-Trading?

Viele andere Informationsseiten führen an diese Stelle spezifische und systematische Risiken an. Allerdings ist dies im Bereich des Daytrading nur in Teilen relevant. Trader müssen sich üblicherweise nicht damit auseinandersetzen, wie die Wirtschaftsdaten eines Landes sind und ob die Währung über- oder unterbewertet ist. Üblicherweise bewegt sich der Zeitraum, in dem Händler traden, im Rahmen von einigen Minuten bis maximal Stunden. Eine langfristige Entwicklung oder eine faire Bewertung ist dementsprechend nur äußerst selten Teil der Analyse. Trader müssen den Wirtschaftskalender und die Nachrichten natürlich dennoch grob im Blick behalten, um mit starken Marktbewegungen zu rechnen, wenn sie wahrscheinlich sind.

Natürlich kann an dieser Stelle auch damit argumentiert werden, dass die Entkoppelung des Schweizer Franken beispielsweise durchaus ein wichtiges Ereignis mit großer Tragweite war. Die Entscheidung kam vergleichsweise überraschend, im Vorfeld hätten Trader also kaum reagieren können. Wer eine Position zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens eingegangen war, hatte das Risiko wie üblich mit einem Stopp-Loss begrenzt. Die Broker kamen jedoch kaum dazu, die Order ihrer Kunden auszuführen, Stopp-Loss-Order fanden keine Abnehmer und viele Trader mussten große Verluste hinnehmen.

Das finanzpolitische Risiko ist beim Forex-Trading also nicht von der Hand zu weisen. Gerade überraschende Entscheidungen und Krisen können dazu führen, dass übliche Methoden, das Risiko zu begrenzen, nicht greifen.

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6. Das Risiko durch den Broker

Der Forexhandel ist nicht unbedingt der Markt, der Privatanleger am fairsten behandelt. Es hat sich auch unter Laien herumgesprochen, dass es prinzipiell möglich ist, mit wenig Kapitaleinsatz große Gewinne zu erzielen. Dies sorgt dafür, dass einige Broker ihr Angebot auf Kunden spezialisiert haben, die bei der Geldanlage bislang nicht auf eine umfangreiche Erfahrung zurückblicken können, und diese vor allem um ihr Geld erleichtern wollen. Wer nicht weiß, wie professionelles Trading aussieht und wie unseriöse Broker arbeiten, ist dabei natürlich besonders gefährdet.

Dass auch seriöse Forex-Broker ihren Teil zum Risiko beitragen, ist durch verschiedene Probleme möglich. So können auch unabhängig von Marktturbulenzen immer mal wieder Verzögerung bei der Ausführung und dadurch Slippage auftreten. Ein paar Pips Unterschied können allerdings entscheidend sein. Der Forex Broker Testsieger verspricht Trading zu Marktkursen ab 0 Pips.

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7. Risiko durch „erfahrene Trader“

Auch wenn der Austausch mit anderen Tradern immer eine Bereicherung sein kann, gibt es durchaus auch Situationen, in denen dieser eher schadet als nützt. Dies ist gerade dann der Fall, wenn Trader mit ihren Erfolgen prahlen oder das Risiko als kleiner darstellen, als es eigentlich ist. Auch vorgestellte Strategien sind nicht immer hilfreich, selbst wenn sie mit Statistiken veröffentlicht werden.

Trading ist für die Psyche eine große Herausforderung. Grund dafür ist unter anderem, dass Belohnungszentrum stark aktiviert wird, zum anderen können sich Misserfolge auch negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken. Grundsätzlich fällt es vielen Tradern schwer, sich Verlusttrades einzugestehen. So denkt beispielsweise ein Großteil der Trader, dass sie erfolgreich handeln, allerdings ist nur ein geringer Prozentsatz der Trading-Konten in der Lage, die Kosten zu decken. Zudem kommen die üblichen Angeber, Schaumschläger und Trolle, die teilweise sogar gezielt Fehlinformationen streuen.

Einsteiger und Fortgeschrittene sollten deswegen immer vorsichtig sein, was die Angaben von anderen Tradern angeht. Nur ein Bruchteil der Händler ist tatsächlich so erfolgreich, wie sie angeben und bei manchen anderen reichen die Angaben nicht aus, um daraus zu lernen. Händler sollten sich durchaus mit anderen Strategien und Tradern beschäftigen, allerdings ist zu viel Vertrauen oft schädlich.

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8. Wie kann das Risiko beim Forex-Handel verringert werden?

Wer sich an den Forex-Handel wagt, sollte sich vorher umfassend mit Möglichkeiten des Risikomanagements auseinandersetzen. So sollte der maximale Verlust bei einem Trade immer bestimmt werden und durch Stopp-Loss auch abgesichert sein. Der Trader sollte jederzeit wissen, wie viel ihm eine Position maximal kosten darf. Unabdingbar ist natürlich auch, im Vorfeld alle Broker für Devisenhandel auszuschliessen, die auch nur ansatzweise unseriös wirken.

Trader müssen zudem immer die aktuellen Nachrichten im Auge behalten, auch wenn sie eigentlich auf technische Analyse spezialisiert sind und kein Newstrading infrage kommt. Dies ist jedoch die einzige Möglichkeit, im Ernstfall die entscheidenden Sekunden schneller zu handeln und Positionen zu schließen, bevor der Markt vollkommen zusammenbricht.

Gerade als Einsteiger sollten sich Händler zudem nicht überschätzen. Der Währungshandel wirkt simpel, ist jedoch außerordentlich komplex. Wer den Forex-Handel erlernen möchte, sollte sich deswegen umfangreich vorbereiten und dabei durchaus auch Fachbücher wälzen, Demokonten nutzen, oder Seminare und Lehrgänge besuchen. Beim Forex Demokonto Testsieger kann Forex Trading ohne Risiko und realitätsnah ausprobiert werden.

Zudem sollten Trader ihre eigene Psyche nicht unterschätzen und gewappnet sein. Im Vorfeld eine Strategie zu entwickeln, schützt vor den unnötigsten Fehlern und nimmt die menschlichen Befindlichkeiten aus dem Spiel.

Wer gerade erst mit dem Trading beginnt, sollte dies zudem nicht mit Gewinnabsichten tun. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ein Trader es im Laufe seiner Karriere überhaupt schafft, einen nennenswerten Betrag durch das Forex-Trading zu gewinnen. Keiner von denen, denen dieses Kunststück dennoch gelingt, handelt aus dem Stand erfolgreich.

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