Forex Broker: Betrug o. seriös? » Erfahrungen & Hinweise

Redaktionsempfehlung Forex GKFX

Immer mehr private Anleger versprechen sich, auch dank der zahlreichen Werbebotschaften, hohe Profite vom Forexhandel. Dieser Trend hat dazu geführt, dass neue Forex Broker den Markt betreten.  Nicht alle Forex-Broker auf dem Markt sind seriöse Finanzdienstleister, die sich durch Vertrauenswürdigkeit und Fairness auszeichnen. Für einige Anbieter besteht der Anreiz lediglich darin, schnell und reichlich Kasse mit dem Kapital ihrer Kunden zu machen. So gibt es manche Kommentare in Foren, wo direkt Forex Broker Betrug oder Forex Broker Abzocke angesprochen wird. Unbestritten ist die Tatsache, dass Händler gern eigene Fehler den Brokern anlasten. Dennoch entscheidet auch die Wahl des Brokers und die Eröffnung eines Handelskontos über den Handelserfolg wesentlich mit.

Ganze Webseiten beschäftigen sich inzwischen mit Erfahrungen von Kunden, die Betrügern zum Opfer gefallen sind. Doch wie erkennen Anleger unseriöse Anbieter, wenn dies selbst die BaFin nicht immer schafft?

Forex Broker Betrug oder seriös: Die Fakten im Überblick

  • Die Mehrzahl der Forex Broker ist seriös
  • Regulierter Broker muss Finanzgebaren regelmäßig offenlegen
  • Broker kann mit Gebühren ohne Kursmanipulation Geld verdienen
  • Unseriös falsche Kurse im Demokonto oder verzögerte Verkaufskurse
  • Regulierung und Lizenz kein absoluter Schutz vor Betrug

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1. Sind alle Forex-Broker unseriös?

Nein, natürlich ist der Devisenhandel an sich durchaus auch ohne Betrug möglich. Seriöse Forex-Broker wie der Forex Broker Testsieger leiden hingegen ebenfalls unter den schwarzen Schafen, die die Branche in Verruf bringen. Es gibt eine Vielzahl an Brokern für den Devisenhandel in Deutschland, die an einer langfristigen und für alle Seiten zufriedenstellenden Partnerschaft interessiert sind.

Forex-Broker haben nämlich durchaus die Möglichkeit, ihr Angebot gewinnbringend an die Kunden zu bringen, ohne sie dafür betrügen zu müssen. Die Anbieter haben verschiedene Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Üblicherweise geschieht dies je nach Marktmodell durch Spreads oder aber Kommissionen. Beim Market Maker Modell sind es üblicherweise die Spreads, der Kunde startet also immer etwas in der Verlustzone und die Kurse müssen dies wieder hereinholen. Beim ECN-Modell sind es hingegen die Kommissionen, die der Broker erhebt, wenn er die Order an ein Liquiditätsnetzwerk wie den Interbankenmarkt weiterleitet.

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Beim Broker IG können Händler aus verschiedenen Marktmodellen wählen

Bei jeder Order kann der Broker also Geld verdienen, sodass er davon profitiert, wenn Kunden viel und häufig traden. Allerdings ist es natürlich für ihn nicht kostenfrei, Tradern die Gelegenheit dazuzugeben und noch dazu eine möglichst professionelle Trading-Umgebung zu gewährleisten.

Den Broker-Betrieb aufrechtzuerhalten und den Kunden Services wie professionelle Handelsplattformen oder Realtime-Kurse zur Verfügung zu stellen, ist natürlich sehr kostenintensiv. Auf diese Weise können Broker durchaus unter Druck geraten, den sie dann an ihre Kundenmitarbeiter weitergeben, sodass unseriöses Verhalten begünstigt wird. Hier zeigt sich auch, warum die Lizenz einer Finanzaufsichtsbehörde schützen kann. Sie wird nur dann vergeben, wenn der Broker ein tragfähiges Geschäftsmodell mit genügend Eigenkapital verfolgt und der Vorstand genügend Erfahrung in der Finanzwelt hat. Auf diese Weise ist die Gefahr, dass ein Broker selbst unter finanziellem Druck steht und so Betrug begünstigt wird, deutlich verringert.

2. Aus negativen Erfahrungen mit Forex Brokern lernen

Natürlich gibt es sie aber dennoch, die unseriösen Broker für den Forex Handel. Einer der Vorteile des Internets ist die Tatsache, dass auch geprellte Kunden von ihren Erfahrungen mit unseriösen Forex-Brokern erzählen. Auf diese Weise lassen sich für fragwürdigen Anbieter schnell Geschädigte finden, die die verschiedenen Maschen der Betrüger schildern und so rechtzeitig vor Betrug warnen können.

Leider ist es dabei von bedeutendem Vorteil, Englisch sprechen zu können. Im englischsprachigen Internet finden sich deutlich häufiger tatsächliche Kundenberichte und negative Erfahrungen zu potenziell unseriösen Forex-Brokern, als dies im deutschsprachigen Bereich der Fall ist.

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3. Forex Broker Betrug: Wie kann dieser aussehen?

Wer bereits verschiedene Erfahrungsberichte von unseriösen Brokern gelesen hat, wird dabei schnell eine große Ähnlichkeit feststellen. Ein zentraler Bestandteil der Masche von betrügerischen Forex Broker ist, dass das eingezahlte Kapital nicht ausgezahlt wird. Dafür lässt sich der Broker normalerweise zahlreiche Ausreden einfallen. Im Zweifel beschuldigt der Anbieter den Trader, gegen die AGB verstoßen zu haben. Hierfür kommen die verschiedensten Aussagen vor. Vom falschen Herkunftsland (trotzt bestätigtem Personalausweis) über angebliche Verstöße gegen Arbitrage-Regeln bis hin zu nicht enden wollenden Verifizierungsverfahren kommen hierfür die verschiedensten Strategien vor.

Hat der Kunde allerdings Probleme mit der Auszahlung, hat er üblicherweise bereits keine Möglichkeit mehr, wieder an sein Geld zu gelangen. Der Broker sitzt am deutlich längeren Hebel und nur ein Bruchteil der Trader, bei denen eine Auszahlung nicht reibungslos funktioniert, wird das Geld jemals wiedersehen.

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Mittlerweile bietet BDSwiss auch Forex Handel an

Ein klassischer Betrug läuft üblicherweise in den folgenden Schritten ab:

1.Der Kunde wird auf das Angebot aufmerksam

Häufig gibt es dafür auch einen konkreten Grund, beispielsweise wird er durch besonders positive Werbung oder Gewinnversprechen auf den Broker aufmerksam gemacht. Häufig geben sich die Broker bei der Gestaltung ihrer Startseite sehr viel Mühe, professionell, modern und erfahren zu wirken. Ein gängiges Lockmittel sind auch Bonusgelder.

2. Der Kunde meldet sich im Demokonto an

Viele Forex-Broker nutzen den Demo-Account, um Kunden von einer Einzahlung zu überzeugen. Während er bei seriösen Brokern jedoch lediglich einen Einblick in das Angebot ermöglichen soll, ist bei Betrugs-Brokern fast schon eine Art Falle. Der Broker verschafft sich so nämlich auch die Handynummer des potentiellen Opfers. Beim Forex Demokonto Testsieger sind solche Praktiken ausgeschlossen.

3. Die Anrufe beginnen

Bereits kurz nach der Registrierung werden die potentiellen Neukunden mit Anrufen des Kundenservice bombardiert, wenn nicht sogar belästigt. Ein freundlicher Servicemitarbeiter bietet seine Hilfe an. Möglicherweise unterstützt er den Kunden sogar bei einigen Trades im Demo-Account. Dabei hat sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass die Kurse in Demokontos häufig manipuliert sind, damit die Kundenmitarbeiter den Neukunden noch bessere Tipps geben können und so das Trading einfacher aussehen lassen.

Der Support-Mitarbeiter wird zudem den Neukunden darauf drängen, Geld einzuzahlen oder sogar die Ersteinzahlung weiter zu erhöhen. Im Gegenzug verspricht er Hilfe bei den Trades, wirbt mit Gewinnaussichten oder stellt einen besonders hohen Bonus in Aussicht.

Zu diesem Zeitpunkt hat der Kunde natürlich schon eine Bindung zum Kundenberater aufgebaut. Er hat von seiner Hilfe im Demokonto profitieren können und das Vertrauen ist gewachsen. Natürlich möchte er im Gegenzug auch den Bitten des Supportmitarbeiters entgegenkommen, sodass es ihm schwer fällt, eine Einzahlung oder die Erhöhung des Kapitals abzulehnen.

4. Der Kunde zahlt Geld ein

Nur wenige Einsteiger schaffen es, einer Einzahlung zu widerstehen. Zum einen haben sie im Demo-Konto gesehen, wie einfach es ist, erfolgreich zu traden. Zum anderen wollen sie ihren Kundenberater nicht enttäuschen.

Haben sie noch Zweifel, werden ihnen diese in der Regel weiter vom Support genommen. Dabei schreckt der Kundenservice auch nicht vor Falschaussagen zurück. Fragen zu Auszahlungsbeschränkungen oder fehlenden Lizenzen werden dann häufig absichtlich unwahrheitsgemäß beantwortet.

5. Der Kunde sitzt in der Falle

An diesem Punkt hat der Broker bereits erhalten, was er wollte: das Geld des Kunden. Wie genau der Kunde dann um sein Geld gebracht wird, hängt vom Broker und dem Kunden ab.

Vereinzelt schaffen Trader es natürlich auch, erfolgreich zu traden und das Geld zu vermehren. Hier treten dann die ersten Probleme auf, wenn ein Kunde versucht, eine Auszahlung vorzunehmen. Sie wird unter fadenscheinigen Gründen immer wieder abgelehnt. Im Zweifel können sich betrügerische Broker immer auf die AGB berufen. In vielen Fällen ist nämlich sogar festgehalten, dass Broker keinen Gewinn an Trader auszahlen müssen, die dem Broker finanziell schaden. Dies kann bei MarketMakern allerdings sehr schnell der Fall sein, sodass die Anbieter rechtlich gesehen immer auf der sicheren Seite wären.

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Bei GKFX, einem der besten Broker, kann Forex mit einer Trading-Demo ohne Risiko ausprobiert werden

Bei Tradern, die nicht ganz so erfolgreich sind – oder nur zu Beginn – gibt es eine weitere Masche, die es den Brokern ermöglicht, ihre Kunden langsam um das eingezahlte Kapital zu erleichtern: Entweder die Kundenmitarbeiter geben „todsichere Tipps“, die den Kunden langsam aber sicher um ihr Geld bringen, oder sie übernehmen das Trading gleich selbst. Ein Großteil der Geschädigten berichtet davon, dass ihr Konto innerhalb von wenigen Tagen von einem Account-Mitarbeiter leer geräumt wurde, und sie nichts dagegen unternehmen konnten. Häufig haben sie zu Beginn dem Mitarbeiter das Trading erlaubt.

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4. Kundenmeinungen einschätzen können

Eine der großen Herausforderung bei der Bewertung von Vorwürfen gegen Forex-Broker ist allerdings, dass es nicht immer leicht ist, den Wahrheitsgehalt von vermeintlich authentischen Erfahrungsberichten von „echten Kunden“ einzuschätzen. Dies liegt an verschiedenen Gründen.

Zum einen betreiben viele Online Broker eine sehr aktive Online Marketing-Abteilung. Sie erstellt unterschiedliche Accounts in den einschlägigen Foren oder veröffentlicht Kommentare unter Testberichte unter verschiedenen Namen. In diesen wird der Forex-Broker dann in den höchsten Tönen gelobt. Häufig tun die Mitarbeiter auch so, als würde es sich um einen Einsteiger handeln. Ein Beispiel hierfür könnte beispielsweise sein: „Ich habe mit einem Einstiegskapital von XXX Euro bei Broker XY angefangen. Ich konnte innerhalb von nur zwei Wochen einen Gewinn von XXX Euro erzielen. Den Betrag XXX habe ich mir auszahlen lassen, mit XXX trade ich weiter. Natürlich darf man nicht davon ausgehen, dass jeder Trade ein Erfolg ist! Aber Broker XY ist ein  Top-Broker und absolut seriös!“

Wenn ein Kommentar indirekt so deutlich Anfänger anspricht und mit Gewinnmöglichkeiten prahlt, sollte immer Vorsicht geboten sein. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Kunden von seriösen Brokern, die der Meinung sind, dass sie betrogen werden. Diese Vorwürfe betreffen in den meisten Fällen vor allem vermeintliche Kursmanipulationen oder einbehaltene Auszahlungen.

Deswegen müssen Interessenten lernen, die Vorwürfe oder das Lob differenziert zu betrachten. Die folgende Stichliste gibt dafür Anhaltspunkte:

  • Ist der Kunde, der den Erfahrungsbericht verfasst hat, auf der Webseite bekannt?
  • Schreibt er auch zu andere Brokern? Positiver oder negativer?
  • Hat er überhaupt Erfahrungen mit anderen Brokern? Waren diese besser oder schlechter?
  • Weißt er seine Behauptungen nach? Screenshots, Klarname, usw.?
  • Befinden sich Links zu Webseiten oder Brokern im Kommentar (dann handelt es sich vermutlich um einen Fake-Kommentar, der entweder dem Linkbuilding dient oder Provisionen einbringt)
  • Worüber genau beschweren sich Kunden? Wie konkret können sie ihre Anschuldigung formulieren?

Aus all diesen Punkten lässt sich in etwa ableiten, wie vertrauenswürdig ein Kommentar, eine Warnung oder ein Lob tatsächlich sein kann. Ein User, der in einem Forum häufig unterwegs ist und auch andere Broker differenziert bewerten kann, kann deutlich ernster genommen werden, als ein Kunde, der nur einen einzigen Beitrag veröffentlich hat. Dies gilt allerdings gerade in Foren, die sich dem Forex-Betrug widmen, nicht unbedingt. Hier melden sich die Kunden schließlich absichtlich dafür an.

Wenn sich einen etablierten User in einem Forextrading-Forum hingegen über einen bestimmten Broker beschwert, ist wahrscheinlich, dass es sich um einen authentischen Beitrag handelt. Ähnlich ist es auch mit einem Klarnamen: Hier lässt sich der User und seine Anschuldigung oder sein Lob nachverfolgen. Dies macht die Aussage natürlich deutlich glaubwürdiger.

Im besten Fall sind Anschuldigungen zudem so genau formuliert wie nur möglich und werden auch mit Screenshots unterstützt. Wenn ein Trader nachweisen kann, dass seine Auszahlungsanforderung fünf Mal abgelehnt wurde, ist dies deutlich glaubwürdiger, als wenn ein User dies nur erzählt.

Eine weitere Frage ist auch, wie groß das angebliche Vergehen des Online Brokers ist. So beschweren sich manche Kunden recht schnell über unseriöses Verhalten. Wer jedoch noch nie erfolgreich traden konnte, ist meist sehr schnell mit dem Vorwurf Kursmanipulation. Auf der anderen Seite schreien manche User schon bei einer Bearbeitungsdauer einer Auszahlung von zwei Tagen Betrug, während dieses Thema erst nach zwei Wochen bis einem Monat wirklich problematisch ist. Es gibt allerdings Hinweise, die immer eine rote Flagge darstellen:

  • Trader berichten über zahlreiche Anrufe und Druck durch den Kundenservice
  • Kunden geben an, der Account-Manager hätte das Konto leergetradet
  • Geld wird länger als einen Monat nicht ausbezahlt, die Gründe dafür ändern sich jedoch
fxflat

FxFlat ist ein deutscher Broker mit BaFin Regulierung

5. Schützt selbst eine BaFin-Lizenz nicht?

Bei der Frage, ob ein Forex-Broker Betrug oder seriös ist, wird häufig die Lizenz bzw. Regulierung der Finanzaufsichtsbehörde angeführt. In vielen Fällen ist gerade die Lizenz der deutschen Behörde BaFin ein Qualitätsmerkmal, das vor Betrug schützen soll.

Allerdings ist dies nicht immer tatsächlich der Fall. Ein bekanntes Beispiel war die FXdirekt Bank. Der Broker wurde im Jahr 2012 war die Lizenz entzogen – allerdings nicht wegen unseriösen Benehmens, sondern wegen der hohen Verluste des Brokers. Und dies, obwohl gegen die Bank zahlreiche Beschwerden und Vorwürfe laut wurden, die einen Betrug nahe legten. Eine wirkliche Stellungnahme in dieser Sache hat die BaFin jedoch niemals abgegeben. Die Wirtschaftswoche hat jedoch durch Recherchen und Berichte von Insidern offen gelegt, wie betrügerisch der Forex-Broker tatsächlich vorgegangen war. Verbraucherzentralen warnen seit Jahren wegen unzureichendem Verbraucherschutz.

Der Forex-Broker griff dabei wohl tief in die Trickkiste, um Kunden um ihr Geld zu bringen. Ein Teil davon waren manipulierte Kurse im Demokonto. Die Wirtschaftswoche hat natürlich auch Ex-Kunden von FXdirekt interviewt, die allesamt angaben, dass der Kundenservice des Brokers ständig angerufen hätte und auch Anlageempfehlungen erteilt hätte, obwohl dies nicht erlaubt war. Teilweise wurden die Kundenmitarbeiter zudem angewiesen, die Kunden in die Underlyings zu treiben, die besonders hohe Provisionen für den Broker bedeuteten. Zudem sollen auch Kurse des Market Makers so manipuliert worden sein, dass Stop-Loss-Order bewusst ausgelöst wurden.

Die FXdirekt bestreitet die Vorwürfe allerdings. Doch es ist nicht der einzige Fall, in dem einem von der BaFin lizensierten Broker unseriöses Verhalten vorgeworfen wird. Vor allem im Rahmen der Entkoppelung des Franken haben sich viele Anbieter nicht mit Ruhm bekleckert. Es gab verschiedene Anbieter, die ihren Kunden nicht den Gewinn zugestanden haben, den diese eigentlich erzielt hatten, indem sie nachträglich die Quoten veränderten. Allerdings konnten sich Geschädigte und Broker in vielen Fällen doch noch einigen.

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