CFD Warnung » so groß ist das Risiko

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CFDs erfreuen sich unter Privatanlegern immer größerer Beliebtheit. Allerdings wissen viele der Anleger nicht, worauf sie sich mit diesem Finanzderivat tatsächlich einlassen. Das größte Risiko dabei entsteht dadurch, dass die Verluste in ihrer Höhe prinzipiell unbegrenzt sind. Ein Verlust, der über das Kapital hinausgeht, ist dabei keine Seltenheit.

CFDs sind niemals sicher

Eines der größten Risiken beim Handel mit CFDs ist die Tatsache, dass selbst bewusst gesetzte Risikoabsicherungen im Ernstfall nicht mehr greifen. Natürlich versuchen alle seriösen Anbieter die Order ab der entsprechende Grenze und zu diesem Kurs auszuführen – findet sich am Markt jedoch kein Abnehmer, kann der Kurs ins Bodenlose fallen. Eine garantierte Stopp-Loss-Order setzen nur weniger Broker ein – und dies in der Regel zu deutlichen Mehrkosten. Zudem konnten einige Anbieter beispielsweise bei der Entkoppelung des Franken vom Euro ihr Versprechen später nicht einlösen. Dementsprechend haben sich die Mehrkosten in vielen Fällen nicht gelohnt. Das Problem bei solchen Marktentwicklungen ist schlicht, dass fast die komplette Liquidität zurückgezogen wird, was die Ausführung von Orders unmöglich macht.

Selbst wenn Anleger nach bestem Gewissen gegen hohe Verluste vorsorgen, ist die Sicherheit, dass ihnen dies gelingt, niemals gegeben.

CFD Warnung: Die Fakten im Überblick

  • Die CFDs werden nicht an der Börse gehandelt
  • Verlustabsicherung funktioniert nicht in jedem Fall
  • Immer der Broker bietet Verkaufskurse an
  • Händler kennen Hebelrisiko nicht
  • Rund 80% der Trader macht mit CFDs Verlust
  • Risikoarmer Handel mit niedrigem Hebel erfordert hohe Kapitalausstattung


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1. Hohe Verluste selbst an gewöhnlichen Tagen möglich

Nicht nur zu besonderen Marktsituationen ist das Risiko sehr groß. Selbst an normalen Handelstagen ohne bedeutende Ereignisse, die die Märkte in Turbulenzen stürzen, ist das Risiko sehr groß. Es gibt viele Währungspaare, bei denen Schwankungen von 10 % an nur einem Handelstag durchaus normal sind. Wer hier einen hohen Hebel einsetzt, läuft also in Gefahr, auch über sein eingesetztes Kapital hinaus Geld zu verlieren. Bei Aktien kann das Risiko noch deutlich größer sein. Gerade Nebenwerte sind üblicherweise sehr volatil. Und selbst der DAX 30 als einer der stabilsten Indizes der Welt kann eine Volatilität von einigen Prozentpunkten am Tag aufweisen.

Die folgende Rechnung erläutert dies näher: Angenommen ein Trader würde mit einem Leverage von 1:50 handeln. Dies ist unter unerfahrenen Trader sogar ein eher vorsichtiges Risiko. Der Anleger setzt hierfür 100 Euro ein und investiert diesen in einen CFD mit einem Gesamtwert von 5.000 Euro.

Insgesamt hat er zudem auch diese 5.000 Euro eingezahlt. Fällt der Kurs nun um die angegebenen 10 % und der Trader hat dort ein Stopp-Loss gesetzt, um sein Risiko zu begrenzen muss er die CFDs für 4.500 Euro verkaufen und hat somit einen Verlust von 500 Euro realisiert – was ebenso 10 % seines Gesamtkapitals entspricht.

Würde der Trader hingegen sogar einen Hebel von 1:100 wählen, könnte er mit 100 Euro CFD-Kontrakte erwerben, die einen Wert von 10.000 Euro wiederspiegeln. Mit einem Verlust von 10 % hätte er dann bereits 1.000 Euro verloren. Bei einem Hebel von 1:200, wie er von manchen Anbietern möglich gemacht wird, sind es hingegen sogar 2.000 Euro. Auch an völlig normalen Handelstagen kann das Risiko also enorm sein. Natürlich ist es möglich, die verschiedenen Parameter so zu bestimmen, dass derart große Verluste vermieden werden können – allerdings sind sich die meisten Privatanleger zu wenig über das tatsächlich Risiko bewusst.

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bei Plus500 können Hebel bis 1:300 eingesetzt werden

2. Privatinsolvenzen nach dem Franken-Crash

Wirklich problematisch wird die Lage jedoch vor allem dann, wenn unerwartete Kursrutsche dazu führen, dass sich auf dem Markt keine Abnehmer mehr finden und Kurse ins Bodenlose sinken. Das bekannteste Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist der Franken-Crash. Die Schweizer Währung war zuvor an die Entwicklung des Euros gekoppelt. Selbst wenn der Franken aufgrund dessen als unterbewertet galt, hielten selbst Finanzexperten es sogar am 15. Januar 2015 kaum für möglich, dass diese Kopplung ausgelöst werden sollte.

Jahrelang wurde Privatanlegern versprochen, dass es sich um Investment mit niedrigem Risiko handelt, da durch die Koppelung mögliche Verluste begrenzt sein. Zahlreiche Nutzer von Fremdwährungskrediten wurden auf dem falschen Fuß erwischt und konnten die nun deutlich höheren Beträge nicht mehr zurückzahlen.

Bekannt geworden ist allerdings ein Trader aus Nordrheinwestfallen, der bei IG einen extrem hohen Hebel von 400 gehandelt hatte. Sein Konto selbst verfügte nur über eine Margin von 3.000 Euro. Eingestiegen war er mit 2.800 Euro. Bereits eine Entwicklung von nur einem Prozent in die falsche Richtung wäre also gleichbedeutend mit einem Verlust des Vierfachen seines Einsatzes bedeutet. Nun stürzte der Franken am 15. Januar bedeutend ein. Anstatt den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro zu halten, fiel der Euro auf 0,842 Franken. Dabei hatte der 26-jährige Händler durchaus ein Stop-Loss bei 1,998 Franken gesetzt. Ausgeführt wurde s jedoch bei 0,9250 Franken.

Der Trader hatte innerhalb kürzester Zeit nicht nur sein Investment, sondern 280.000 zusätzliche Euro verloren. Der Anleger ist dabei der Meinung, dass er über das tatsächliche Handelsrisiko nicht ausreichend aufgeklärt worden war. Auch weil der Elektroingenieur wie auch andere Trader seine Vorwürfe gegen IG öffentlich machte, verzichtete der Broker auf 90 % der Forderung gegen die meisten Anleger. Für den Händler könnte die Privatinsolvenz jedoch unter Umständen sogar die bessere Alternative sein.

IG selbst sieht sich nicht in der Pflicht, die Anleger noch deutlicher aufzuklären. Der betroffene Händler habe das Risiko gekannt, wofür auch die hohe Tradingfrequenz im Vorfeld spreche.

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3. Betrug durch Broker droht

Eines der Risiken, die nur selten thematisiert werden, entstehen durch den Broker selbst. Wer sich nicht für einen vertrauenswürdigen Anbieter entscheidet, sitzt faktisch in der Klemme. Er muss gerade bei Market Makern einmal gekaufte CFDs zu den Kursen verkaufen, die der Broker ihm anbietet. Viele der Anbieter legen sich dabei nicht auf offizielle Kurse fest, sondern nehmen sich das Recht heraus, Kurse selbst zu bestimmen.

Dies sorgt dafür, dass ein Broker Kurse so manipulieren kann, dass der Trader überhaupt keine Chance hat, erfolgreich zu traden. Der Händler könnte Kursänderungen am freien Markt dann mit einer großen Genauigkeit hervorsagen und dennoch keine Möglichkeiten haben, einen Gewinn zu erzielen.

Auch wenn dieses Risiko auf den ersten Blick gering erscheinen mag: Bei einzelnen Brokern, die durchaus als seriös galten, ist die als Fishing bezeichnete Praxis vorgekommen. Dabei ändern Broker den Kurs innerhalb von Sekundenschnelle um ein paar Pips, die allerdings ausreichen, um das Stop-Loss mehrere Trader auszulösen. Direkt im Anschluss normalisiert sich der Kurs dann wieder. Das Hauptproblem hierbei für den Anleger ist, dass es faktisch unmöglich ist, diese Kursmanipulationen nachzuweisen. Hier müssen hingegen konkrete Anschuldigungen von Insidern vorliegen, um derartige Vorwürfe ausreichend zu unterstützen.

Auch manipulierte Kurse in Demo-Accounts und zweifelhafte Tricks der Kundenmitarbeiter zählen zu den Betrugsmaschen, denen sich einige CFD-Broker bedienen. Beim CFD Demokonto Testsieger sind solche Ereignisse nicht zu finden. Auch die französische Aufsichtsbehörde warnt in einem Bericht, dass zwar viele Broker professionell und seriös aussehen, dahinter jedoch ihr betrügerisches Verhalten verstecken würden.

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4. Werbung zu positiv und Anleger zu leichtgläubig

Einer der Gründe, warum der Handel mit CFDs von Privatanlegern falsch eingeschätzt wird, sind sicherlich auch die zahlreichen Marketing-Tricks einiger Broker. Auch wenn sie in den meisten Ländern gesetzlich dazu verpflichtet sind, auf das bedeutende Risiko hinzuweisen, tun sie dies natürlich nur als Randnotiz, die viele Anleger nicht bewusst zu Gesicht bekommen. Weitgehend sicheres Trading verspricht der CFD Broker Testsieger.

Stattdessen sind die Werbespots voller erfolgreicher Trader, die innerhalb kürzester Zeit viel Geld verdienen. Dass der Fokus auf dem Gewinn liegt, ist aus Marketing-Sicht natürlich verständlich. Allerdings erwecken viele der Werbeversprechen einen völlig falschen Eindruck. Dies gilt nicht nur in Bezug auf das Risiko, sondern auch auf Zeit und Aufwand, die ein Trader ebenfalls investieren muss, um erfolgreicher zu handeln. Da dieses Thema von den Brokern jedoch weitestgehend ausgespart wird, investieren viele Anleger leichtfertig Geld. Natürlich liegt hier die Bringschuld allerdings nicht nur bei den CFD-Brokern. Auch Anleger selbst müssen sich mit ihrer Geldanlage und den Chancen mehr auseinandersetzen, als dies bislang der Fall war.

5. Der Fall Fxdirekt

Ein unrühmliches Beispiel für einen unseriösen Broker ist Fxdirekt. Das Unternehmen bot vor allem CFDs und Forex an und verfügte sogar über eine Lizenz der Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Bereits einige Monate, bevor die BaFin dem Broker tatsächlich die Lizenz entzog, wurden Betrugsvorwürfe lauter. Dennoch schritt die BaFin nur deswegen ein, weil die Verluste des Online Brokers zu groß wurden, der letztlich auch Insolvenz anmelden musste.

Das Hauptproblem liegt hierbei darin, dass die meisten Kunden eine Lizenz der BaFin auch mit Seriosität des Anbieters gleichsetzen. Dies ist jedoch nicht immer gewährleistet. Wenn der BaFin falsche Unterlagen und Daten vorgelegt werden, hat auch sie es schwer, Betrug festzustellen. Dies gilt umso mehr, da es sich bei der Finanzaufsichtsbehörde nicht um ein Ermittlerteam handelt. Auch wenn sie allen Beschwerden und Vorwürfen nachgehen muss, sind ihr in vielerlei Hinsicht die Hände gebunden.

Dies erhöht jedoch natürlich für den Kunden das Risiko wesentlich, im CFD-Handel auf unseriöse Anbieter zu stoßen, die an einer fairen Geschäftsbeziehung nicht interessiert sind.

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6. Privatanleger gewinnen selten – sagen verschiedene Studien

Die französische Finanzmarktaufsicht AMF hat den CFD-Markt in Frankreich vier Jahre lang untersucht und ist zu einem vernichtenden Urteil gekommen. Für den Erhebungszeitraum stellen die Wissenschaftler fest:

  • 89 % der Anleger, die in Forex und/oder CFDs investiert haben, haben Geld verloren.
  • Durchschnittlich hat ein Kunde 10.900 Euro verloren.
  • 224 Kunden verloren zusammen 175 Millionen Euro.
  • 575 Kunden gewannen 13,8 Millionen Euro.

Dabei macht sie leider keine Aussagen über die Kapitalausstattung der jeweiligen Gruppen. Es wäre sicherlich auch interessant zu wissen, wie viele Prozent des eingesetzten Kapitals dies jeweils bedeutet.

Zusätzlich hatte sich die Studie aufgrund des langfristigen Zeitraumes, in der die Betrachtung durchgeführt wurde, auch auf Änderungen im Erfolg der einzelnen Anleger konzentrieren können. Hierbei fand die Finanzaufsichtsbehörde heraus, dass sich der Erfolg von Privatanlegern üblicherweise nicht ändert. Im Gegenteil sehen gerade die aktivsten und fortwährenden Anleger diejenigen, die ihre Verluste über die Zeit immer weiter anwachsen sehen. Zudem liegt durch die Studie nahe, dass Privatanleger selbst durch die Hilfe von autorisierten Vermittlern nicht in der Lage sind, einen Gewinn zu erzielen. Viele verlieren dabei sogar den Großteil ihres Geldes.

Diese Ergebnisse werden auch durch eine polnische Studie gestützt. Hier sind es 82 % der aktiven Anleger auf dem Forex-Markt, die einen Verlust erleiden und 18 %, die einen Gewinn verzeichnen können.

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7. Typische Probleme beim Trading

Ein Argument der Broker ist immer wieder, dass sie ihren Kunden ein umfangreiches Lernangebot zur Verfügung stellen, um so den Kunden zu ermöglichen, das Risiko besser einzuschätzen. Allerdings scheinen nur die wenigsten Anleger tatsächlich daran interessiert.

Die Angebote werden üblicherweise nicht genutzt, sodass Kritiker einwenden, das primäre Ziel bei diesen Versuchen sei es, die Verantwortung von den Anbietern auf unerfahrene Investoren abzuwälzen. Letztlich würden diese vor allem deswegen genutzt werden, weil Kunden weniger Chancen auf eine erfolgreiche Klage haben.

Das Angebot an Lernmaterial würde Einsteiger zudem überfordern und nicht wirklich zum Wissensgewinn beitragen. Allerdings ist dies sicherlich nicht der einzige Grund, warum es Privatanlegern schwerfällt, Forex oder CFDs erfolgreich zu traden. Ein besseres Verständnis der Handelsinstrumente könnte jedoch sicherlich dazu beitragen, Verluste zu begrenzen und Gewinne wahrscheinlicher zu machen.

Ein weiteres typisches Problem von Privatanlegern ist die Haltedauer der Positionen. Üblicherweise halten sie verlustreiche Positionen viel zu lange und gewinnträchtige zu kurz. Dieses Verhalten ist auch beim Aktienhandel eine der häufigsten Gründe dafür, dass Privatanleger weniger Gewinn machen, als sie mit kleinen Korrekturen könnten.

8. Möglichkeiten, das Risiko zu reduzieren

Eines der Hauptrisiken beim Handel mit CFDs entsteht bekanntermaßen dadurch, dass die Trader gehebelte Produkte traden, ohne das Risiko richtig einzuschätzen. Nur deswegen wird zudem die Nachschusspflicht relevant. Deutlich weniger riskant ist es deswegen, CFDs ungehebelt zu handeln oder mit sehr geringen Hebeln zu agieren.

Allerdings ist dies natürlich kein Daytrading-Geschäft. Es gibt allerdings nur wenig Gründe, warum ein solches Investment überhaupt sinnvoll sein sollte. In bestimmten Situationen können sie jedoch trotzdem eine gute Ergänzung darstellen. Wer ohne Hebel CFDs auf Aktien handelt, kann sein Portfolio beispielsweise durch Short-Positionen absichern oder schlicht auf einen Kursverlust des entsprechenden Wertpapiers spekulieren. Hier müssen Anleger allerdings auch einen Broker finden, der dies zulässt.

Bei einer Margin von 100 % fallen zudem auch keine Finanzierungskosten an. Zudem ist es sogar theoretisch möglich, dass Leerverkäufe über mehrere Tage sogar Zinsen erwirtschaften – bei einer Aktienleihe fallen hingegen üblicherweise Kosten an.

Generell ist ein niedriger Hebel der beste Tipp, um beim CFD-Handel nicht zu viel Risiko einzugehen. Viele institutionelle Anleger arbeiten in der Regel mit einem Hebel, der 10 nicht überschreitet. Wenn sich das Trading auf diese Weise für Privatanleger nicht mehr lohnt, ist dies zwar ärgerlich – letztlich jedoch auch ein Hinweis darauf, dass das CFD-Trading für sie und ihre Kapitalausstattung nicht geeignet ist.

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