CFD Trading » Wir erklären Differenzkontrakte!

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Der Handel von CFDs wird immer beliebter. Doch auch kritische Stimmen gegen dieses Handelsinstrument werden immer lauter. Um die Vor- und Nachteile von CFDs zu verstehen, müssen Anleger die Funktionsweise des Finanzderivates kennen.

Was sind CFDs?

CFD ist die Abkürzung für Contracts for Difference, also Differenzkontrakte. Es handelt sich um ein Finanzderivat, das zudem als hochspekulativ gilt. Ursprünglich wurden Differenzkontrakte im Investmentbanking entwickelt. Sie wurden in den 1980er Jahren von der UBS in London ins Leben gerufen, um die dort 1986 eingeführte Stempelsteuer zu umgehen, die auf Aktiengeschäfte erhoben wurde. Die Konstruktion über CFDs erlaubte es den Tradern, die Abgabe in Höhe von 0,5 % zu umgehen, da so der außerbörsliche Handel wurde.

Das Finanzprodukt lässt sich den Total Return Swaps zuordnen. Das bedeutet, dass die Erlöse und Wertschwankungen des Basiswertes gegen eine zuvor vereinbarte Zinszahlung ausgetauscht werden. Beide Parteien handeln also nicht den Basiswert selbst, sondern lediglich die Preis- und Kursveränderungen. Zwei Handelspartner vereinbaren also grundsätzlich den Austausch von Wertentwicklung und Erträgen des Basiswertes gegen die Zinszahlung während der Laufzeit.

Der Anleger erwirbt somit beispielsweise nicht Aktie, sondern einen CFD auf diese Aktie. Er muss dafür nur einen Bruchteil des Preises bezahlen, der eigentlich für die Aktie anfallen würde. Es handelt sich also um ein gehebeltes Produkt. Prinzipiell würde sein Handelspartner stattdessen die Aktie im gewünschten Umfang erwerben und müsste dementsprechend die Differenz zwischen dem Wert der Aktie und den Kosten des CFDs aus eigener Tasche vorstrecken. Der Kunde hinterlegt mit dem Kauf des CFDs also in gewisser Weise eine Margin.

Anleger partizipieren dabei üblicherweise vollständig an der Wertentwicklung des Basiswertes, indem sich auch der Wert des CFDs linear entwickelt. Dies bringt eine hohe Renditechance mit sich, birgt jedoch ein noch größeres Risiko.

CFD Trading: Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • CFDs sind hochspekulative Finanzderivate
  • Beim CFD-Handel wird auf steigende oder fallende Kurse gesetzt
  • CFDs gibt es u.a. auf Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen
  • Hohe Hebelwirkung bis zu 1:1000
  • Mit kleinen Einsätzen große Positionen handeln
  • Hebeleinsatz kann Verlust des ursprünglich investierten Betrages übersteigen
  • Tools zur Risikoüberwachung – Trailing-Stop-Loss und Take-Profit-Aufträge

1. Was können Trader mit CFDs handeln?

CFDs werden auf eine Vielzahl an unterschiedlichen Basiswerten in verschiedenen Asset-Klassen angeboten. Hierzu zählen vor allem:

  • Aktien
  • Anliehen
  • Indizes
  • Währungen
  • Rohstoffe
  • Futures

Grundsätzlich können CFDs auf alle bekannte und liquide Basiswerte gehandelt werden, sodass die Anzahl an möglichen Basiswerten vierstellig ist. Eine Vielzahl der Differenzkontrakte wird dabei von vielen Brokern sogar ohne Kommissionen angeboten.

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Beim Broker GKFX lernen was den CFD Handel ausmacht

2. Wo können CFDs gehandelt werden?

Der Zugang zu CFDs ist in den letzten Jahren deutlich leichter geworden. Sie können üblicherweise bei Brokern gehandelt werden, die sich auf dieses Finanzprodukt spezialisiert haben, allerdings gibt es auch einige Broker mit einem so großen Angebot, dass CFDs ebenfalls hierzu gehören.

Sinnvoll ist es allerdings, nicht auf Market Maker zu setzen, sondern stattdessen Broker zu wählen, die einen Direct Market Access bieten. Dort können die Orders direkt im Orderbuch platziert werden, was zu einer faireren Kursbildung führen und Manipulationen seitens des Brokers erschweren kann.

Bei der Wahl eines passenden CFD Brokers sollten Trader verschiedene Merkmale beachten. Ein gutes Anzeichen für einen professionellen Broker ist eine gute Handelssoftware, die der Broker zur Verfügung stellen sollte. Sinnvoll sind beim CFD-Handel immer Realtime-Kurse und die Möglichkeit, aus dem Chart heraus zu handeln. Die Auswahl an Basiswerten ist hingegen bei vielen Anlegern ohnehin zu vernachlässigen. Die beliebtesten Underlyings sind in der Regel auch die günstigsten und liquidesten, sodass diese üblicherweise ohnehin ausreichen und von den meisten Brokern angeboten werden. Ein wichtiger Punkt sind allerdings die Gebühren. Hier gilt es, die Transaktionskosten, Haltekosten und Mindesteinzahlung zu überprüfen. Zudem sollten Anleger auch die Auszahlungskonditionen im Blick behalten. Wichtig können auch Ausgleichszahlungen für Overnight-Positionen werden.

3. Welche Risiken bestehen beim Handel mit CFDs?

Das Risiko beim Handel mit CFDs ist im Vergleich zu anderen Finanzprodukten, die sich üblicherweise an Privatanleger richten, sehr groß. Das hohe Risiko besteht dabei bei allen gehebelten Produkten. Geringe Kursänderungen können dazu führen, dass der Anleger seinen gesamten Einsatz verliert.

Zudem besteht bei den meisten Online Brokern eine Nachschusspflicht. Reicht also die hinterlegte Margin nicht aus, um die Kursverluste zu decken, müssen Kunden über das eingezahlte Kapital hinaus haften. Dies wird meist dann relevant, wenn überraschende Nachrichten veröffentlicht werden und die Märkte darauf heftiger reagieren als üblicherweise. Häufig können dann Orders nicht rechtzeitig ausgeführt werden, sodass das maximale Risiko auch durch Stop-Loss-Orders nicht begrenzt werden kann. Diese finden am Markt dann keinen Abnehmer und können erst zu einem deutlich schlechteren Kurs ausgeführt werden.

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Bei XTB können CFDs mit einem Spread ab 0,9 gehandelt werden

4. Welche Kosten entstehen beim Handel mit CFDs?

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Gebühren, die für den Anleger relevant sein können:

  • Transaktionskosten
  • Finanzierungkosten bei Overnight-Positionen
  • Depotführungsgebühren

Die Transaktionskosten setzen sich dabei aus Kosten wie Kommissionen, Handelsgebühren und den Spread zusammen. Wie teuer ein einzelner Trade ist, hängt also von verschiedenen Faktoren. Neben der generellen Preisstruktur des CFD-Brokers nehmen auch der Basiswert, die Richtung und die Haltedauer auf die Kosten bedeutenden Einfluss.

CFDs wurden nicht unwesentlich für Privatanleger konstruiert. Dementsprechend verlangen die meisten Broker keine Kommission und arbeiten mit der leichter verständlicheren Geld-Brief-Spanne, die bei sehr liquiden Werten zudem sehr gering sein kann.

5. Welche Vorteile bieten CFDs?

Einer der größten Vorteile beim Handel mit CFDs sind die vergleichsweise geringen Kosten, die zumindest beim Intraday-Trading anfallen. Das Finanzprodukt ist auf Privatanleger und risikobereite Trader abgestimmt, die auch mit geringem Kapital große Positionen bewegen wollen.

Natürlich ist die mögliche Hebelwirkung auch als bedeutender Vorteil zu sehen. Nur wenige andere Finanzprodukte ermöglichen es, mit so geringem Kapitaleinsatz eine derart große Rendite zu realisieren. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass es Anlegern genauso möglich ist von steigenden Kursen zu profitieren wie von sinkenden. Dies ist bei normalen Finanzprodukten für Anleger normalerweise nicht der Fall.

Für das Trading steht dem Anleger eine ungewöhnlich umfangreiche Auswahl an Basiswerten zur Verfügung. Trader können so auch Basiswerte handeln, an deren Kurssteigerungen sie üblicherweise nicht partizipieren können, wie beispielsweise Rohstoffe. Ein empfehlenswertes Angebot ist beim CFD Broker Testsieger anzutreffen.

Einer der wohl größten Vorteile bei CFDs ist die Transparenz bei der Entwicklung des CFDs. Üblicherweise bilden sie abzüglich des Spreads die Preisentwicklung des Basiswertes linear ab.

Für Trader ist es zudem ein Vorteil, dass CFDs mit einer ungeheuren Geschwindigkeit gehandelt werden können. Innerhalb weniger Sekunden können Trader Positionen eröffnen und schließen und so im Erfolgsfall einen erheblichen Gewinn innerhalb nur eines Tages erwirtschaften.

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Bei Plus500 stehen Hebel von bis zu 1:300 zur Verfügung

6. Wie funktioniert die Hebelwirkung bei CFDs?

Bei vielen Brokern ist es möglich, einen Hebel von bis zu 200:1 zu nutzen. Allerdings ist es gerade für Einsteiger meist nicht leicht zu durchschauen, wie sich der Hebel berechnet. Üblicherweise wird der Hebel über den Marginsatz berechnet. 100 geteilt durch den Marginsatz entspricht dem Hebel. Soll also beispielsweise ein Prozent Margin gezahlt werden, entspricht dies einem Hebel von 100. Ein Marginsatz von 10 % entspricht hingegen einer Hebelwirkung von 1:10.

Dies hat für den Händler einige leicht verständliche Konsequenzen. Zum einen wir der Rest des Kapitaleinsatzes zwangsläufig vom Handelspartner, also im Normalfall dem CFD-Broker gestellt. Zum anderen bedeutet dies auch, dass eine Schwankung in derselben Höhe ausreicht, um das Kapital zu verdoppeln oder zu verlieren.

Bei einem Marginsatz von einem Prozent reicht also auch schon eine Kursänderung von einem Prozent aus, um diesen Effekt zu erzielen. Bei fünf Prozent sind es hingegen auch fünf Prozent Wertänderung erforderlich. Dementsprechend arbeiten einige Konten mit Risikobegrenzung so, dass sie den Marginsatz in der Höhe begrenzen.

Mit der eben genannten Rechnung kann der Trader seinen direkten Hebel also unkompliziert berechnen. Im CFD-Handel ist jedoch auch der effektive Hebel relevant. Dieser bezieht auch den Kontostand mit ein und ist zudem von der Positionsgröße abhängig. Die Positionsgröße wird dabei errechnet, in dem die Margin und der Hebel multipliziert werden. Dieser Wert wird dann durch den Kontostand geteilt. Daraus ergibt sich dann der effektive Hebel.

Der effektive Hebel ist für Trader also noch relevanter um das Risiko tatsächlich einschätzen zu können. Die Wirkung auf den Kontostand kann beim Handel mit CFDs beträchtlich sein und bestimmt letztlich auch, wie wahrscheinlich ein Totalverlust ist.

7. Welche Nachteile bieten CFDs?

Einer der größten Nachteile von CFDs sind die hohen Finanzierungskosten, die bei einer längeren Haltedauer anfallen. Die Overnight-Gebühren machen es praktisch unmöglich, CFDs als mittelfristige Absicherung zu nutzen.

Für viele dürfte zudem ein Nachteil sein, dass es sich bei CFDs um unregulierte Finanzderivate handelt, die dementsprechend auch nicht über Börsen gehandelt werden können. Dementsprechend bestimmen gerade bei Market Makern nicht Angebot und Nachfrage den Preis, sondern Broker oder Bank. Das führt dazu, dass der Trader dem Broker mehr oder weniger ausgeliefert ist und den Preis annehmen muss, den dieser stellt. Das macht es absolut notwendig, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu finden, der faire Kurse stellt.

Ohnehin ist das Finden von vertrauenswürdigen CFD-Brokern ein Problem. Es gibt auf dem Markt einige schwarze Schafe, die es ihren Kunden nicht ermöglichen wollen, erfolgreich zu handeln.

Ein großer Nachteil ist, dass der Handel mit CFDs sehr zeitaufwendig ist. Es handelt sich hierbei um einen Markt, den Anleger ständig im Auge behalten müssen, um erfolgreich handeln zu können. Zudem ist auch ein großes Maß an Weiterbildung und Beschäftigung mit dem Trading erforderlich, um überhaupt erfolgreich CFDs handeln zu können.

Ein Problem kann zudem sein, dass der Trader letztlich keinen realen Sachwert erwirbt. Dementsprechend ist der Handel mit CFDs zwar vordergründig zur Absicherung von Risiken geeignet, letztlich handelt es sich jedoch nicht um ein krisenresistentes Investment.

CFDs sind vordergründig sehr leicht zu verstehen, was grundsätzlich eine Stärke dieses Finanzproduktes ist. Tatsächlich ist der Handel jedoch deutlich komplexer, was für unbedarfte Anleger ein großer Nachteil ist. Dieses Problem wird zudem dadurch verschärft, dass manche Anbieter mit der vermeintlichen Einfachheit und Renditeträchtigkeit dieses Finanzproduktes werben.

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8. Kritik an CFDs

CFDs sind hoch spekulativ und richten sich nicht an Kleinanleger. In den USA sind sie sogar verboten. Auch in verschiedenen anderen Ländern wie Belgien erwägen die Finanzaufsichtsbehörden ein Verbot. Die deutsche BaFin schließt ein Verbot ebenfalls nicht aus. Hintergrund soll vor allem der Verbraucherschutz und die kaum kontrollierbaren Möglichkeiten für einen Betrug sein. Dass die verschiedenen Finanzämter zusätzlich nicht damit zufrieden sind, dass ihnen hier Börsensteuern entgehen, könnte jedoch auch ein mögliches Argument sein.

Dies täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass ein Großteil der Privatanleger nicht gewinnbringend mit CFDs handeln kann. Stattdessen ist das Risiko durch die Nachschusspflicht deutlich höher, als unerfahrene Anleger überhaupt begreifen können. Kritik betrifft zudem auch die Marketingmethoden mancher CFD-Broker, die das Finanzprodukt als eine Art Goldgrube mit geringem Risiko anpreisen. Zudem sollen auf dem Markt auch verschiedene unseriöse Broker ihr Unwesen treiben.

9. Für wen sind CFDs geeignet?

CFDs werden zwar zunehmend von Privatanlegern genutzt, sind jedoch letztlich nicht unbedingt dazu geeignet, von ihnen auch wirklich eingesetzt zu werden. Der Grund dafür ist das hohe Risiko, das mit dem Kauf dieses Finanzproduktes einhergeht. Natürlich kann man an dieser Stelle argumentieren, dass CFDs auch dafür genutzt werden können, Positionen relativ kostenfrei abzusichern, allerdings ist dies auch mit anderen Derivaten möglich, die über ein geringeres Risiko verfügen. Grund dafür, dass andere Finanzprodukte besser zum Hedgen geeignet sind, sind vor allem die hohen Finanzierungskosten, die bei Overnight-Positionen anfallen.

Zudem schaffen es die meisten Anleger nicht, erfolgreich mit CFDs zu handeln. Rund 90 Prozent der Handelskonten werden nach spätestens einem Jahr geschlossen, ohne noch ein nennenswertes Kapital aufzuweisen. Anfänger sollten vor dem eigentlichen Handelsbeginn beim CFD Demokonto Testsieger den CFD Handel ausführlich üben.

CFDs sind dementsprechend nur für Hobby-Trader geeignet, die es sich leisten können, das eingesetzte Kapital zu verlieren. Zudem sollten sie auch für Marktturbulenzen vorsorgen und die Nachschusspflicht in diesen Fällen im Auge behalten. Das eingesetzte Kapital darf keinesfalls für die Altersvorsorge oder sogar in der Gegenwart benötigt werden. Zudem sollten sich Trader gerne mit Charts oder Finanznews auseinandersetzen und die Zeit und Aufmerksamkeit, die für das Trading von CFDs benötigt wurde, auch wirklich gerne investieren.

10. Was haben Bucket Shops und CFDs gemeinsam?

Manche Finanzexperten sind der Meinung, dass CFDs und Bucket Shops fest zusammengehören. Bucket Shops waren Ende des 19. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert hinein in den USA unter Privatanlegern sehr beliebt. Sie konnten dort mit relativ wenig Geld Aktien kaufen, auch wenn die Betreiber üblicherweise die Trades nicht tatsächlich durchführten. Das führte dazu, dass Verluste der Kunden identisch mit den Gewinnen des Bucket Shops waren.

Dadurch, dass eine Marge vereinbart wurde, besaß die Transaktion ein Stopp-Loss-Kurs. Der Großteil der Trades wurde auf diese Weise ausgestoppt, sodass der Kunde seinen Einsatz verlor. Zudem wussten die Betreiber natürlich, wer welche Positionen die Kunden eingegangen waren und konnten zudem die Kurse mehr oder weniger selbst festlegen. Die Kurse wurden immer wieder verändert, um die Kunden auszustoppen. Diese Praktik wurde auch den wenigen Brokern vorgeworfen, die überführt werden konnten.

Es besteht also durchaus eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Bucket Shops und CFDs.

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