CFD Regulierung | Wann ist CFD-Trading sicher?

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Die CFD-Branche muss sich immer wieder gegen Vorwürfe wehren, weil vereinzelt Anbieter mit Betrugsvorwürfen konfrontiert werden. Doch wie können sich Privatanleger schützen? Wann ist das Trading mit CFDs tatsächlich sicher?

Was ist überhaupt eine Regulierung?

Eine Regulierung meint üblicherweise in diesem Zusammenhang, dass ein Broker einer Finanzaufsicht unterliegt. Sie kontrolliert die Finanzgeschäfte des Brokers. Damit dies überhaupt geschieht, muss der Broker sich um eine Lizenz bewerben. Um diese zu erhalten, muss der Broker verschiedene Anforderungen erfüllen und in der Regel auch hohe Gebühren bezahlen. Er verpflichtet sich zudem dazu, die Anforderungen auch im weiteren Verlauf einzuhalten.

Die Regulierungsbehörde selbst ist auch Ansprechpartner für Beschwerden der Kunden und muss die Bilanzen der Broker regelmäßig überprüfen. Sollte nachweislich mit dem CFD-Broker etwas nicht stimmen, kann sie verschiedene Maßnahmen ergreifen.

 CFD Regulierung: Die Fakten im Überblick

  • Finanzdienstleistungen aller Art sind in Deutschland erlaubnispflichtig
  • Anbieten von CFD Handel nur mit Lizenz erlaubt
  • Erlaubnispflicht gilt auch für grenzüberschreitende Dienstleister
  • Regulierungsstandards gibt Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority – ESMA) vor
  • Aufsicht soll Schutz der Einlagen der Anleger sicherstellen
  • Regulierung ist eine Voraussetzung, keine Garantie für fairen CFD-Handel


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1. Grundsätzliche Anforderung bei einer sinnvollen Regulierung

Es gibt einige Maßnahmen, die Finanzaufsichtsbehörden üblicherweise von ihren Brokern verlagern, die eindeutig der Sicherheit der Kunden dient. Hierzu zählen die folgenden Sicherheitsmechanismen:

  • Hauptsitz im entsprechenden Land, was die Rechtssicherheit erhöht
  • Anlagegelder werden getrennt vom Unternehmenskapital gelagert
  • Der Broker sichert Kunden für den Insolvenzfall über einen Einlagensicherungsfonds ab
  • Der Broker bringt genügend Eigenkapital mit.
  • Das Angebot wird von vertrauenswürdigen und erfahrenen Finanzexperten zur Verfügung gestellt.
GKFX CFD Broker

Der britische Broker GKFX besitzt eine Regulierung durch die FCA und unterhält eine Niederlassung in Deutschland.

2. Warum werden Broker und Banken überhaupt reguliert?

Der Gründe für eine Regulierung von Finanzdienstleistern hat vor allein einen Grund, den die einzelnen Bereiche einer Bank untergeordnet sind. Auch wenn inzwischen viele Sub-Aufgaben bei vielen Finanzbehörden hinzugekommen sind, hatte die Regulierung von Banken lange Zeit vor allem ein Ziel: Schwere Wirtschaftskrisen zu verhindern oder mindestens abzuschwächen.

Ein offensichtlicher weiterer Grund ist sicherlich der Anlegerschutz. Allerdings beschränkten sich die Anforderungen in diesem Bereich bei vielen Brokern fast ausschließlich auf die Einlagensicherung, die Anleger im Falle einer Insolvenz schützen sollte. Der Anlegerschutz ist beispielsweise erst seit einigen Jahren festgeschriebene Aufgabe der BaFin mit mehr Befugnissen.

Viel mehr Wert wird seit dem Erlass des Kreditwesengesetz im Januar 1934 die Rechnungslegung gelegt, die die Transparenz der Anbieter zusammen mit Publizitätsvorschriften deutlich erhöhen soll.

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3. Welche Finanzaufsichtsbehörden regulieren CFD-Broker auf dem deutschen Markt?

Grundsätzlich ist es prinzipiell jedem CFD-Broker erlaubt, auf dem deutschen Markt tätig zu werden, der innerhalb der EU lizensiert ist. Aus diesem Grund haben viele Broker, die ihre Dienste auch Deutschen anbieten, ihren Hauptsitz nicht direkt auf Deutschland, sondern beispielsweise Zypern, (noch) im Vereinigten Königreich oder auch Polen oder Frankreich.

Einzig die belgische Finanzaufsichtsbehörde FSMA kommt nicht mehr infrage. Sie hat den Handel mit binären Optionen und CFDs verboten und lizensiert deswegen natürlich auch keine Broker, die dieses Angebot bietet.

4. Wie sicher sind CFD-Broker aus Zypern?

Die Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) genießt grundsätzlich nicht den besten Ruf. Zum einen liegt dies sicherlich an der Vergangenheit: Zypern ist ein relativ junges Mitglied der EU. Zuvor war es lange Zeit als Steueroase mit besonders schwachen Anforderungen an die regulierten Unternehmen bekannt. Dies hat sich zumindest teilweise geändert. Die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde musste sich an EU-Standards anpassen und ihre Regeln und Kontrollen deutlich verschärfen. Auch die Steuern mussten angepasst werden. Dass dennoch so viele Broker auf Zypern beheimatet sind, liegt auch heute leider nicht nur daran, dass sich dort natürlich die entsprechende Infrastruktur für Finanzdienstleister aufgebaut wurde.

Doch auch unter den CFD-Brokern gibt es einige Probleme, die nach Ansicht von anderen europäischen Finanzaufsichtsbehörden auch der CySEC zuzuschreiben ist. So hat beispielsweise die AMF als Ziel ausgegeben, mehr Druck auf die zypriotischen Kollegen ausüben zu wollen, damit diese Kontrollen und Sanktionen verschärfen.

Grundsätzlich kann man der CySEC nichts Böses unterstellen und die Strenge und Kontrolle der Behörde hat sicherlich in den letzten Jahren zugunsten der Kunden zugenommen. Es ist jedoch sicherlich kein Zufall, dass sich gerade in Zypern so viele Broker aus dem CFD-, Forex-Bereich stammen, die nicht über einen einwandfreien Ruf verfügen.

Es steht allerdings auch außer Zweifel, dass die CySEC in den letzten Monaten den bei ihr regulierten Brokern signalisieren möchte, dass von nun an ein schärferer Wind weht. Sie verhängte in diesem Zeitraum vermehrt Strafen und entzog einzelnen Brokern sogar die Lizenz.

Allerdings reicht dies für viele Experten noch nicht aus, um eine Lizenz aus Zypern als vertrauenswürdig anzusehen. Anlegern sollten sich bei Brokern aus Zypern immer die Frage stellen, ob sie ihr Geld nicht lieber einen Anbieter mit Lizenz in Deutschland anvertrauen möchten. Schließlich begeben sie sich damit in eine Gesellschaft, bei der Finanzexperten die Seriosität anzweifeln. Dementsprechend schließen viele allein durch diese Entscheidung darauf, dass sie selbst es mit der Vertrauenswürdigkeit nicht all zu ernst nehmen. Unerfahrene Anleger bemerken den Unterschied hingegen nicht – allein dies hat einen gewissen Beigeschmack.

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Xtrade ist einer zahlreichen Broker mit Sitz auf Zypern und einer Regulierung der CySEC

5. Können Broker genutzt werden, die außerhalb der EU lizenziert sind?

Die Nutzung eines CFD-Brokers, der eine Lizenz außerhalb der EU besitzt, ist grundsätzlich weniger empfehlenswert. Dies hat allerdings nicht immer damit zu tun, dass andere Behörden bei der Regulierung weniger Ansprüche an die Anbieter stellen würden. Zum einen ist jedoch der Fall, dass der potenzielle Kunde die Lizenz, sowie den Ruf der Finanzaufsichtsbehörde und ihre Anforderungen üblicherweise nicht einschätzen kann. International gibt es zudem nicht sehr viele Behörden, die den europäischen Standard auch erfüllen könnten.

Zum anderen hat eine Lizenz in einem Nicht-EU-Staat den Nachteil für alle EU-Bürger, dass dort natürlich völlig anderes Recht gilt. Dies kann zum einen zu Problemen und Missverständnissen führen, zum anderen können im Problemfall auch die andere Jurisdiktion und andere Gesetze zu einer unüberwindbaren Herausforderung werden.

Innerhalb der EU haben Trader zudem deutlich schnellere und unkompliziertere Möglichkeiten, Doppelbesteuerungen zu vermeiden. Auch dieser Vorteil von EU-Brokern sollte nicht unterschätzt werden.

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6. Welche Anforderungen stellt die BaFin?

Die BaFin stellt an Broker oder andere Finanzdienstleister eine lange Liste an Anforderungen, die Bewerber erfüllen müssen:

  • Anfangskapital in entsprechender Höhe
  • Mindestens zwei fachlich geeignete und zuverlässige Geschäftsführer
  • Angaben über die beteiligten Personen, die ebenfalls zuverlässig sein müssen
  • Tragfähiger Geschäftsplan

Dies gilt allerdings nur für die Erteilung einer Lizenz. Anschließend können noch weiter Gesetze oder Einschränkungen gelten, die von der BaFin angeregt worden sind. Hierzu zählen beispielsweise Beschränkungen bei der Werbung, Verbote von bestimmten Finanzprodukten oder die Überprüfung der Geschäftszahlen.

7. Welche Aufgaben hat die BaFin?

Die BaFin ist grundsätzlich nur für Anbieter zuständig, die ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Broker aus anderen Ländern können bei ihr maximal registriert sein – die BaFin macht dadurch allerdings eigentlich nichts anderes als zu veröffentlichen, dass ihr der Broker bekannt ist und er aufgrund von EU-Richtlinien auch auf dem deutschen Markt tätig sein darf. Mit einer Regulierung ist dies jedoch natürlich nicht gleichzusetzen.

Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde muss bei einer Regulierung verschiedene Aufgaben wahrnehmen. Zuerst prüft sie natürlich, ob ein Anbieter die Anforderungen für eine Lizenz auch tatsächlich erfüllen kann. Im Anschluss daran muss sich überwachen, ob sich der Anbieter an geltendes Gesetz hält. Die BaFin hat inzwischen sehr umfangreiche Kompetenzen und muss dementsprechend nicht nur gegen finanziell nicht tragfähige Broker vorgehen, sondern auch gegen Geldwäsche, Manipulationen und andere Absprachen.

Zudem ist sie immer auch Anlaufpunkt für Kundenbeschwerden. Die Finanzaufsichtsbehörde muss dabei alle Beschwerden prüfen. Sollte sich daraus eine Ermittlung ergeben, wird der Beschwerdeführer nicht informiert. Nur dann, wenn die BaFin die Beschwerde nicht weiter verfolgen wird, erhält der Kunde einen Bescheid.

Die BaFin kann dabei die regulierten Broker auch bestrafen. Mögliche Sanktionen sind unter anderem öffentliche Rügen, Geldstrafen oder sogar der Entzug der Lizenz.

XTB Broker

XTB überzeugt mit einer Regulierung durch die BaFin

8. Wie sicher ist ein Broker mit einer Lizenz der BaFin?

Die BaFin gilt als eine der striktesten und kompetentesten Finanzaufsichtsbehörden der Welt. Dennoch sind ihr in vielerlei Hinsicht die Hände gebunden. So kann die Finanzaufsichtsbehörde bei vielen Vergehen nicht wirklich dagegen vorgehen. Dies liegt auch daran, dass viele unseriöse Broker Methoden anwenden, die für Außenstehende kaum nachzuweisen sind. Um beispielsweise Kursmanipulationen nachweisen zu können, müssen üblicherweise Insider bereit sein, gegen ihren (ehemaligen) Arbeitgeber auszusagen. Diese finden sich jedoch nur selten.

Während keine eindeutigen Beweise vorliegen, kann die BaFin gegen den Broker jedoch letztlich nichts unternehmen. Sie kann zwar die Vorwürfe an strafverfolgende Behörden weiterleiten, allerdings darf der bürokratische Aufwand hier nicht unterschätzt werden.

Es kann also sehr lange dauern, bis die BaFin offiziell vor Anbietern warnen darf und ihnen die Lizenz entziehen kann. In vielen Fällen bleibt der Betrug über lange Jahre völlig ohne Sanktionen. Selbst den Skandal-Broker FXdirekt konnte nur deswegen die Lizenz entzogen werden, weil der Broker zu große Verluste schrieb.

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9. Worauf können Anleger dann vertrauen?

Eine Lizenz der BaFin ist sicherlich eine gute Grundlage, auch wenn sie nicht völlig ausreicht, um die Seriosität zu gewährleisten. Wenn ein Anbieter die Kosten und Mühen nicht scheut, sich bei der BaFin registrieren zu lassen, ist es zumindest ein Hinweis darauf, dass er Vertrauenswürdigkeit und Seriosität ernst nimmt und sich nicht an unerfahrenen Kleinanlegern bereichern möchte.

Außerdem gibt es unterschiedliche Merkmale von Seriosität, die Interessenten zusätzlich zu einer Lizenz kontrollieren sollten:

  1. Guter Ruf

Wenn ein Broker im großen Stil Kurse manipuliert oder Kunden auf andere Art und Weise betrügt, wird dies üblicherweise auch in einschlägigen Online-Foren oder auf Bewertungsseiten öffentlich gemacht. Anleger sollten deswegen speziell Webseiten aufsuchen, bei denen sich echte Kunden über den Broker austauschen können und dort kontrollieren, ob es Beschwerden gibt und wie schwerwiegend sie sind. Die Vorwürfe gegen FXdirekt waren beispielsweise im Internet von vielen Usern öffentlich gemacht worden, um weitere Kunden zu warnen.

Einer der größten Vorteile hierbei ist, dass solche Kundenbeschwerden als eine Art Frühwarnsystem genutzt werden können. Allerdings besteht auch der Nachteil, dass Kundenberichte nicht immer vertrauenswürdig sind.

  1. Faire Werbung

Eines der Anzeichen dafür, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Anbieter handelt, ist die Art der Werbung. Legt der Fokus beispielsweise auf die Gebühren anstatt auf die mögliche Rendite, ist dies ein gutes Anzeichen dafür, dass sich der Broker an erfahrene Anleger richtet, die sich auf dem Markt auskennen. Legt er den Fokus hingegen auf die Rendite und die vermeintliche Einfachheit des Finanzproduktes, richtet er sich nicht an ernstzunehmende Trader, sondern möchte vor allem unerfahrene Anleger erreichen.

  1. Transparenz

Ein guter und vertrauenswürdiger Broker wie der CFD Broker Testsieger ist seinen Kunden gegenüber transparent, was Gebühren und Risiko angeht. Auch über den Datenschutz und andere rechtliche Rahmenbedingungen informiert er an gut auffindbaren Orten. So wie beim CFD Demokonto Testsieger sollte der Test des Angebots und des CFD Handels kostenlos möglich sein.

  1. Problemlose Auszahlung

Ein Broker, der seine Kunden und ihr Kapital wertschätzt, macht ihm die Auszahlung so leicht wie möglich. Natürlich kann er sich dabei durch bestimmte Einschränkungen vor Missbrauch der Auszahlungsanforderungen schützten. Allerdings sind überhöhte Auszahlungsgebühren oder in den AGB verankerte Umsatzbedingungen immer ein Alarmzeichen.

  1. Freundlicher Kundenservice, der nicht ständig anruft

Dies ist eine der ältesten Maschen auf dem Markt: Der Kunde wird so lange und so häufig angerufen, dass viele sich dazu überreden lassen, doch Geld einzuzahlen. Dabei wird er häufig massiv unter Druck gesetzt. Ein seriöses und vertrauenswürdiges Unternehmen lässt seinen Kunden hingegen genügend Zeit, um sich die Einzahlung und ihre Höhe zu überlegen und weist auch den Kundenservice entsprechend an.

IG Broker CFD

Der britische Broker IG ist einer der renommiertesten Anbieter für CFD und wird durch die FCA reguliert

10. Der Frankencrash und die Fairness der etablierten Broker

Als der Franken überraschend vom Euro entkoppelt wurde, stürzte dies einige Privatanleger in hohe Verluste. Andere konnten jedoch auch überraschend große Beträge gewinnen. Viele der bekannten Broker haben sich zu diesem Anlass allerdings nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Zahlreiche Klagen gegen die Anbieter folgten. Viele ließen sich außergerichtlich klären.

  • IG stellte einen pauschalen Abrechnungskurs von 0,925 für alle Trader. Durch eine Entscheidung des U.K. Financial Ombudsmann besserte der Broker das Angebot auf 1,0265 nach und Shorttrader mussten keine Gewinne zurückzahlen.
  • Saxo Bank änderte im Nachhinein ausgeführte Orders zum schlechteren.
  • Die CCMC änderte Orders im Nachhinein ebenfalls zum Schlechteren, allerdings ohne dass Short-Trader Gewinne zurückzahlen müssen.
  • FCXM forderte von Tradern trotzt Werbung mit Verzicht auf die Nachschusspflicht auf, negative Saldi auszugleichen. In den AGB fand sich ein entsprechender Passus, der in Extremsituationen doch eine Nachschusspflicht vorsah. Der Broker glich allerdings im Anschluss rund 90 Prozent der Konten selbst aus.

Darüber hinaus gab es allerdings auch einige Broker, die ihre Kunden von Anfang an fair behandelt hatten oder zumindest keine öffentlichen Beschwerden hervorriefen. Darunter waren unter anderem ActivTrades, Admiral Markets, FXFlat, GKFX, JFD Brokers, Oanda, WH SelfInvest, IronFX, Dukaskopy und Flatex.

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