CFD Kritik: Was ist dran? Wir klären auf!

redaktionsempfehlung_cfd_gkfx

CFDs haben inzwischen den Markt der Privatanleger erschlossen. Allein in Deutschland werden in Hochzeiten mehr als eine halbe Billion Handelsvolumen im Quartal gehandelt. Knapp 160.00 Konten können die CFD Broker zählen. Doch der Handel mit CFDs ist nicht unumstritten, in manchen Ländern sogar verboten. Doch warum ist dies so?

Während vor CFDs gewarnt wird, bleiben andere Finanzinstrumente wie Optionsscheine oder Hebelzertifikate davon unberührt. Dabei sind die Chancen und Risiken aller dieser Instrumente im Prinzip sehr ähnlich. Bekanntlich werden CFDs nicht an der Börse gehandelt und Kurse auf der Basis des Market-Maker-Modells vom Broker gestellt. Damit unterscheiden sich CFDs nicht von Hebelzertifikate, die häufig an Derivatebörsen quotiert sind. Bei seriösen CFD-Brokern entsprechen die Preise genau der Kursentwicklung des Basiswerts.  Einige CFD-Broker wie IG oder GKFX ermöglichen ihren Kunden einen direkten Zugang zur Börse, bezeichnet als Direct Market Access (DMA). Der Anleger erhält die Möglichkeit, seine CFDs zu realen Börsenkursen und Marktbedingungen zu handeln.

 CFD Kritik: Die Fakten im Überblick

  • Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde und Bankenaufsichtsbehörde (EBA) warnen vor CFDs
  • Optionsscheine, Hebelzertifikate und CFDs mit ähnlichen Chancen und Risiken
  • Beim seriösen CFD-Broker Kursentwicklung des Basiswerts im Verhältnis 1:1 abgebildet
  • Direkter Zugang zur Börse möglich – Direct Market Access (DMA)
  • Verlust kann die Höhe des eingezahlten Kapitals übersteigen
  • Risikobegrenzung durch garantierte Stoppkurse möglich
  • Trades bei drohender Nachschusspflicht automatisch schließen


gkfxJetzt ein Depot bei GKFX eröffnen

1. CFDs weisen ein zu großes Risiko auf

Vorwurf: CFDs sind durch die Nachschusspflicht viel zu riskant. Dadurch dass große Hebel genutzt werden können, die durch bestimmte Mechanismen sogar auf 1:400 gesteigert werden können, ist das Verlustrisiko fast unüberschaubar. Stop-Loss greifen nicht und auch der Margin Call kann zu besonders turbulenten Marktzeiten nicht verhindern, dass ein Kunde nicht nur seinen kompletten Einsatz verliert, sondern ein Vielfaches darüber hinaus. Kein ernstzunehmender Kreditgeber würde seinen Kunden ein Darlehen in dieser Höhe geben und Privatanleger können sich damit in den Ruin treiben.

Bewertung: Stimmt teilweise. Das Risiko beim Handel mit CFDs ist sehr groß und wird von vielen Privatanlegern unterschätzt. In der Vergangenheit haben zudem durchaus Anleger die Öffentlichkeit gesucht, denen die Privatinsolvenz droht.

Das Problem tritt in diesem Ausmaß gerade dann auf, wenn die Märkte außergewöhnlich stark reagieren. Dann können Broker keine Order ausführen und auch der Margin Call kann nicht mit ausreichendem Zeitraum durchgeführt werden. Zudem verzichten manche Broker ohne Nachschusspflicht zu diesen Zeiten nicht mehr auf das Ausgleichen des Kontos.

Allerdings könnte an dieser Stelle genauso mit der Eigenverantwortung des Traders argumentiert werden. Viele professionelle Trader würden beispielsweise niemals einen Hebel nutzen, der größer als 5 ist. Es sind die Anleger, die das zu große Risiko eingehen. Dies ist jedoch kein Problem das immer Teil des Finanzinstrumentes ist. Stattdessen nutzen die Anleger ihre Möglichkeiten falsch und zu riskant.

Admiral Markets Markt

Händler sollen von den weltweiten Finanzmärkten profitieren

2. CFD-Trading wird zu positiv beworben

Vorwurf: Viele CFD-Broker bewerben den Handel mit CFDs als einfache und transparente Möglichkeit, schnell Geld zu verdienen. Der Handel mit CFDs wäre selbst für Einsteiger ohne Erfahrung auf dem Finanzmarkt leicht zu erlenen und Anleger könnten dadurch Renditen mitnehmen, die absolut unrealistisch dargestellt werden. Das große Risiko wird hingegen verschwiegen und unter den Tisch gekehrt. Ein weiteres Problem stellen zudem die Boni dar, die von vielen CFD-Brokern angeboten werden und die Anleger dazu verführen, noch mehr Geld zu riskieren.

Bewertung: Stimmt teilweise. Dieser Vorwurf zielt allerdings vor allem auf Broker ab, die ohnehin keinen all zu seriösen Eindruck machen. Es gibt zahlreiche Anbieter wie der CFD Broker Testsieger, die das Risiko nicht unter den Teppich kehren und zudem keine übertriebenen Renditeversprechen machen. Zusätzlich weisen sie oft auch darauf hin, dass der Handel mit CFDs nicht leicht ist.

Das CFDs ein einfach zu verstehendes Finanzinstrument ist, steht jedoch außer Frage. Auch die Hebelwirkung ist nicht schwer zu verstehen. Lediglich bei der Kursstellung müssen einige Broker hinsichtlich der Transparenz nachbessern.

Zudem besteht derzeit in vielen Ländern die Überlegung oder bereits Restriktionen gegen bestimmte Werbeaussagen im Zusammenhang mit CFDs. Die Finanzaufsichtsbehörden haben also schon Maßnahmen gegen die fragwürdigen Aspekte der Werbung ergriffen.

gkfxJetzt ein Depot bei GKFX eröffnen

3. CFD Broker sind eher Bucket Shops als ernstzunehmende und faire Broker

Vorwurf: CFD Broker können großen Einfluss auf die Kurse nehmen. Sie sind letztlich dafür verantwortlich, wie sie die Entwicklung darstellen. Sie müssen sich dafür üblicherweise nicht an offizielle Kurse halten, da sie als Market Maker nicht vom freien Markt abhängig sind. Angebot und Nachfrage werden mehr oder weniger intern verhandelt und dementsprechend sind sie in der Kursgestaltung letztlich frei. Dies erleichtert Manipulationen deutlich. In der Vergangenheit wurden mehreren CFD-Brokern Fishing vorgeworfen, bei denen gezielt Stop-Loss-Orders ausgelöst worden sind, in dem sich der Kurs ein paar Pips deutlicher in die entsprechende Richtung bewegte. Damit ähneln die CFDs Bucket Shops, in denen die gleichen Merkmale vorlagen:

  • Der Anbieter kennt die Order der Kunden
  • Er kann die Kurse selbst bestimmen
  • Die Anleger handeln durch Hebel mit größerem Risiko und werden schneller ausgestoppt.

Bewertung: Dass in der Branche durchaus betrügerische Broker ihr Unwesen treiben, ist ein offenes Geheimnis. Ein Problem dabei ist zudem ohne Frage, dass es außerordentlich schwer ist, Kursmanipulationen nachzuweisen. Dies ist üblicherweise nur dann möglich, wenn es genügend Mitarbeiter und belastbare Aufzeichnungen gibt.

Leider schützt auch eine Lizenz der BaFin nicht gegen mögliche Kursmanipulationen, wie der Skandal-Broker FXdirekt zeigte, gegen den schwerwiegende Vorwürfe wie Fishing erhoben wurden.

Sollten die Vorwürfe stimmen, besteht das Problem, dass der Broker damit warb, dass die Kursstellung von einem „neutralen Partner“, nämlich der Münchener Börse überwacht wurde. Mitarbeiter sollten dabei die Kursstellung „stets im Blick“ haben. Die Partnerschaft wurde unter dem Namen Contrex CFDs beworben und wurde natürlich nur gegen Mehrkosten angeboten.

Das Problematischste an diesem Fall ist, dass Anleger kaum eine Möglichkeit hatten, zu erkennen, dass es sich um einen unseriösen Anbieter handelt. Der Broker verfügte nicht nur über einen seriösen Partner und eine BaFin-Lizenz, sondern auch über zahlreiche Auszahlungen, beispielsweise von der Euro am Sonntag.

Allerdings gibt es Anbieter, die sich nichts zuschulden kommen lassen. Unter ihnen finden sich auch einige, die sogar einen Direct Market Access (DMA) bieten und so einen Markt nutzen, der nicht so leicht manipuliert werden kann.

xtrade

Xtrade verspricht jedem Kunden einen Sofortzugang zu seiner Plattform

4. CFDs sind für Privatanleger absolut ungeeignet

Vorwurf: CFDs sind hochspekulativ. Damit eignen sie sich für Privatanleger nur dann, wenn sie ein sehr hohes Risiko bei der Geldanlage eingehen können und wollen. Allerdings unterschätzen viele das Risiko, gerade was die Nachschusspflicht und Marktturbulenzen angeht. Da dieses Risiko unkalkulierbar ist, sollten Kleinanleger und unerfahrene Händler gar nicht erst mit diesem Finanzinstrument handeln dürfen.

Bewertung: Dass CFDs für viele Privatanleger absolut ungeeignet ist, stimmt. Allerdings kann dies nicht für alle Anleger gelten. Auch wenn nur ein geringer Prozentsatz der Trader überhaupt mit Profit traden kann, sind CFDs für diese offensichtlich geeignet, um ihr Kapital zu vermehren. Wichtig ist dabei natürlich, dass der Anleger bestimmte Kriterien erfüllt:

  • Er sich in einer Lebenssituation befindet, in der er Risiko eingehen kann
  • Er genügend Kapital in „sicherere“ Anlagen investiert hat
  • Er sich für den Finanzmarkt interessiert und Trading als Herausforderung sieht
  • Er bereit ist, ständig dazuzulernen und viel Zeit zu investieren
  • Er das Risiko einschätzen kann

Zudem kann der Kauf von CFDs auch sinnvoll sein, um bereits bestehende Positionen zu hedgen. CFDs können also auch als Absicherung gegen drohende Risiken dafür sorgen, kostengünstig Verluste zu reduzieren.

Dass viele Privatanleger nicht verstehen, welches Risiko sie eingehen, stimmt allerdings auch. Wohl kaum ein Anleger würde tatsächlich auf vermeintlich sichere Kursentwicklungen mit sehr hohen Hebel setzen, wenn er wirklich verstehen würde, welcher Verlust ihm daraus resultieren kann. Hier sind allerdings Zugangsbeschränkungen angemessener als ein generelles Verbot von CFDs.

5. Privatanleger sind deutlich im Nachteil

Vorwurf: Privatanleger können deutlich schlechter mit CFDs handeln, als dies bei institutionellen Anbietern der Fall ist. Es bestehen verschiedene Probleme beim Handel, die es für Privatanleger deutlich erschweren, erfolgreich zu traden. Ein Grund hierfür ist beispielsweise das geringe Kapital, dass den Aufwand durch Zeit für die Analyse oder teilweise auch Transaktionskosten deutlich erhöht. Wenn ein Privatanleger einen Hebel nutzen würde, der tatsächlich dem Risiko angemessen wäre, würde er maximal geringe Euro-Beträge je Trader gewinnen können.

Bewertung: Dass die Trader es mit weniger Kapital, Wissen und technischen Möglichkeiten es im Vergleich zu institutionellen oder professionellen Tradern deutlich schwerer haben, erfolgreich zu handeln, ist bei fast jeder Geldanlage der Fall.

Es gibt allerdings einige Basiswerte, bei denen sich die Unterschiede deutlicher niederschlagen als bei anderen. So ist beispielsweise der DAX für viele Trader gar nicht so geeignet, wie generell angenommen. Grund dafür ist, dass die Margin für kleine Konten oft zu hoch ist und enge Stops aufgrund der Volatilität nicht sinnvoll sind. Es gibt jedoch auch andere Basiswerte, die mit kleinerer Margin sinnvoll gehandelt werden können. Es liegt also zweifelsfrei auch am Wissen und der Geschicklichkeit des Traders selbst.

gkfxJetzt ein Depot bei GKFX eröffnen

6. CFDs sind reine Spekulation

Vorwurf: Die Kurse der angebotenen Underlyings lassen sich nicht vorhersagen. Üblicherweise nutzen die Trader sehr geringe Kursunterschiede und einen Hebel, um einen nennenswerten Gewinn zu erzielen. Durch die Finanzierungskosten ist es zudem eher unattraktiv, Positionen länger als einen Tag zu halten. Allerdings gilt grundsätzlich, dass Kursentwicklungen umso schwerer vorherzusagen sind, je kürzer der Zeitraum ist.

Zudem bestehen Zweifel daran, dass sich durch die beim CFD-Trading gern genutzt Chartanalyse überhaupt verlässliche Vorhersagen treffen lassen. Die Grundlage – also wiederkehrende Muster – ist wissenschaftlich fragwürdig und der Erfolg bleibt bei vielen Anlegern aus. Analysten kommen zudem mit den vielen Indikatoren und Handelssignalen zu unterschiedlichen Ergebnissen, sodass an der Aussagekraft grundsätzlich gezweifelt werden muss. Die Wirksamkeit konnte bislang zwar nicht eindeutig wiederlegt werden, allerdings gibt es auch keine belastbaren Studien für den Erfolg.

Bewertung: Dieser Vorwurf greift einen bekannten Streit in der Finanzwelt auf. Dementsprechend könnten Trader nicht vorhersagen, welche Richtung ein Kurs nehmen wird und deswegen läge die Chance ob richtig oder falsch bei 50:50. Diese Sichtweise ist durchaus anerkannt und CFDs werden von einigen auch als reine Finanzwetten betrachtet. Doch selbst wenn diese Sichtweise anerkannt wird, bedeutet dies nicht, dass die Einflussmöglichkeiten auf erfolgreiches Trading vollständig limitiert sind. Trader haben beispielsweise die Möglichkeit, CFDs für das Newstrading zu nutzen. Zudem können sie auch über den Erfolg bestimmen, indem sie Verluste begrenzen und Gewinne länger laufen lassen. Es ist also nicht ganz richtig, dass es keine Möglichkeit gibt, den Erfolg zu erhöhen.

xtb Plattformen

CFDs beim XTB Broker auf allen Geräten traden

7. CFD-Trading macht süchtig

Vorwurf: CFD-Trading funktioniert in vielen Bereichen wie Glücksspiel. Das Problem hierbei ist vor allem die Verknüpfung von Erfolgserlebnissen innerhalb sehr kurzer Zeiträume. Auf diese Weise kann das Trading ähnlich, wie Spielautomaten, aber auch Forex Trading, süchtig machen. Zudem wird das Problem noch nicht ausreichend mit dem Trading verknüpft und selbst wenn dies so ist, ist es schwierig für Betroffene und Angehörige, das Problem zu erkennen. Die Grenze zwischen professionellem Trading und Sucht ist schwimmend.

Bewertung: Die Forschung zu diesem Bereich ist nicht ausreichend, allerdings legen viele Fälle nahe, dass Trading sich durchaus wie eine Sucht auswirken kann. Wie hoch die Zahl der Betroffenen ist, ist unbekannt. Es gibt fraglos viele Merkmale beim Trading, die eine Sucht begünstigen.

Deswegen scheint es sinnvoll zu sein, die Trader auch über dieses Risiko aufzuklären. Auch die Broker sind hier in der Pflicht. Denkbar wäre es, ähnliche Hilfestellungen wie bei Online Casinos zu geben, also Trader über Warnsignale aufzuklären und auch Kontosperrungen als Hilfe anzubieten.

8. CFDs wirken sich nicht positiv auf die Wirtschaft aus und sind deswegen unethisch

Vorwurf: Anders als bei vielen Geldanlagen bringt das Trading mit CFDs keinen wirtschaftlichen Mehrwert. Es handelt sich hierbei ausschließlich um ein Geschäft zwischen Broker und Händler. Dementsprechend können auch keine Dritten vom eingesetzten Kapital profitieren. Es handelt sich um ein sich selbsterhaltendes System, dass für die Gesellschaft keinerlei Nutzen hat.

Bewertung: Sicherlich ist der Nutzen von CFDs für die Gesellschaft äußerst gering. Immerhin sind allerdings auch CFD-Broker Arbeitgeber. Sicherlich könnte das Geld auch für andere Sinne genutzt werden, wo der Nutzen größer ist. Dies gilt allerdings auch für sämtliche andere Finanzderivate und in Teilen sogar für Wertpapiere, Fonds und je nach Verwendung durch den Anbieter auch für Tagesgeld, Festgeld und Co.

9. Andere Handelsmöglichkeiten sind besser für Anleger geeignet

Vorwurf: CFDs sind für die meisten Händler nicht so gut geeignet, wie andere Finanzinstrumente. Deswegen sollte der Handel mit CFDs genauso wie das Trading verboten werden. Das Risiko ist hier einfach in keinem Verhältnis zur potentiellen Rendite.

Bewertung: CFDs haben gegenüber vielen anderen Handelsinstrumenten wie Optionsscheinen, Optionen, Futures und Zertifikate teilweise Vorteile. Ein Grund dafür liegt in der einfachen Funktionsweise von CFDs. Hier ist das Finanzinstrument Optionsscheinen und Zertifikaten um Meilen voraus. Kaum ein Privatanleger kann bei vielen der Produkte noch unterscheiden, welche Bedingungen tatsächlich herrschen und ob es sich tatsächlich um ein faires Finanzprodukt handelt.

Das Hauptargument gegen CFDs ist allerdings die Nachschusspflicht. Dann allerdings müssten gerechterweise auch Futures verboten werden, was allerdings fast schon undenkbar ist. Grundsätzlich gilt auch bei CFDs, dass es offensichtlich einen Markt für dieses Finanzinstrument gibt. Es gibt Händler, die dieses Produkt bewusst nutzen, ohne dass dies rational nicht nachvollziehbar wäre, da CFDs durchaus Vorteile haben.

Ein Verbot wie beispielsweise in den USA oder in Belgien könnte natürlich zum Anlegerschutz eingesetzt werden. Allerdings ist es schwierig dies zu begründen, da viele Nachteile bei anderen Finanzinstrumenten genauso vorhanden sind. Sinnvoller könnte deswegen eine Begrenzung für Anleger sein, die nicht genügend Erfahrung aufweisen, die konsequent angewandt wird. Ein geringerer Hebel könnte ohnehin viel Unheil verhindern.

redaktionsempfehlung_cfd_gkfx

Weitere Informationen zum Anbieter: