CFD Broker: Betrug oder seriös? »Erfahrungen & Hinweise

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CFDs haftet nicht der beste Ruf an. Tatsächlich gab es in den letzten Jahren Verdächtigungen gegen mehr als nur einen Broker. Für Kunden ist es deswegen von außerordentlicher Wichtigkeit, unseriöse und seriöse Broker auseinanderhalten zu können.

Wie schwerwiegend ist die Lage? Gibt es viele betrügerische Broker für CFDs?

Verlässliche Informationen zu dieser Frage gibt es natürlich nicht. Würden betrügerische Online Broker sich so leicht enttarnen, dass es eine Statistik gäbe, wäre es auch eine Leichtigkeit, sie vom Markt zu nehmen. Allerdings gibt es einige Broker, gegen die viele Kundenbeschwerden existieren, bei denen einige schlichtweg auf Betrug oder zumindest unfaires Verhalten hinweisen.

Dass die Lage für Privatanleger nicht leicht ist, haben allerdings inzwischen auch die Finanzaufsichtsbehörden registriert. Dies führte zum einen zum Verbot von CFDs in Belgien. Zum anderen gibt es auch Pläne der BaFin, der französischen AMF oder der britischen FCA, den Handel mit CFDS zumindest zu beschränken. Auch die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde CySEC scheint deutlich härter durchgreifen zu wollen und hat in den letzten Monaten vermehrt gegen zwielichtige Broker Sanktionen verhängt oder sogar deren Lizenzen entzogen.

CFD Broker: Betrug oder seriös – einige Fakten im Überblick:

  • CFD Broker werden von nationalen Finanzaufsichten lizensiert
  • Seriöse Broker verdienen Geld durch Gebühren (Spreads, Kommissionen)
  • CFD-Handel in einigen Ländern nicht erlaubt
  • Market Marker Geschäftsmodell bietet Brokern viele Vorteile
  • Nachschusspflicht bei vielen CFD-Brokern
  • Kursmanipulationen sind kaum nachweisbar
  • Vorsicht bei zu viel Werbung und Riesenhebel


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1. Market Maker-Geschäftsmodell sorgt für Misstrauen

Einer der häufigsten Vorwürfe, mit denen sich CFD-Broker konfrontiert sehen müssen, sind Kursmanipulationen. Dies ist eine der Nebenwirkungen des Over-the-counter (OTC)-Handels. Das Finanzinstrument wird also üblicherweise nicht über die Börse abgewickelt, sondern „über den Tresen“ gehandelt. Das hat viele Vorteile, wie eine erhöhte Schnelligkeit, attraktive Margen durch den Spread und gleichzeitiges Einsparen von Börsengebühren.

Für den Kunden ist der Market Maker allerdings als Marktgegenseite sichtbar. Er bestimmt den Preis, zu dem er von den Kunden kaufen oder verkaufen würde, also die Quote. Dafür greift er auf seinen eigenen Bestand zurück, vermittelt jedoch auch die Order der Kunden untereinander. Er verdient dabei durch den Spread Geld.

Wenn sich ein deutliches Ungleichgewicht ergibt, muss er die Order der Kunden auf dem freien Markt absichern, also hedgen. Er kauft also die Underlyings oder wiederum Derivate an der Börse und teilt diese gewissermaßen den Tradern zu, die dies notwendig gemacht haben. Er finanziert sich dann lediglich durch die Gebühren, üblicherweise den Spread. Nun ist es allerdings auch möglich, dass der Market Maker den Kauf in sein eigenes Buch überträgt. In diesem Fall sind die Verluste des Kunden seine Gewinne und umgekehrt. Es ergibt sich hierbei also ein Interessenskonflikt.

Auf der anderen Seite sorgt dies jedoch auch dafür, dass die Kurse und CFDs keiner Kontrolle oder Aufsicht unterliegen. Die Trader haben zudem üblicherweise keine Einsicht in ein Orderbuch, was die Markttransparenz deutlich herabsetzt. Weiterer Nachteil ist die geringere Liquidität durch weniger Handelsteilnehmer als an der Börse wären.

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Bei ETX Capital spiegeln Marktinformartionen nicht in jedem Fall die wahren Handelspreise wieder

2. Was hat es mit dem Vergleich von Bucket Shops und CFD-Brokern auf sich?

Manche Kritiker vergleichen CFD-Broker gerne mit den Bucket Shops, die sich um 1900 in den USA großer Beliebtheit erfreuten. Dabei handelt es sich um Anbieter, die sich an Privatanleger richteten und es vordergründig ermöglichten, Aktien zu Vergangenheitskursen zu kaufen.

Tatsächlich führten die Betreiber diese Orders nie aus, sondern verhandelten sie üblicherweise untereinander. Um eine Order aufzugeben, gab es Kästen – Buckets – in die die Anleger ihre Order steckten. Die Kurse waren darüber in Kreide angeschlagen.

Üblicherweise funktionierte dieser Handel nur über die Zahlung einer Margin. Sollte sich der Kurs um diesen Betrag in die andere Richtung bewegen, wurde die Aktie zwangsweise verkauft und der Kunde verlor seinen gesamten Einsatz. Zudem kannte der Besitzer üblicherweise die Order seiner Kunden und konnte somit die Kurse dementsprechend anpassen.

Wer die Funktionsweise eines Market Makers oder Retail Brokers kennt, erkennt schnell, warum manche Kritiker die beiden Einrichtungen gleichsetzen. Auch ein CFD-Broker erfüllt die folgenden Bedingungen:

  • Betreiber vermitteln üblicherweise die Order der Kunden untereinander und führen sie nicht (oder nur selten) aus
  • Anleger hinterlegen eine Sicherheitsleistung (Margin)
  • Der Anbieter kennt die Order seiner Kunden
  • Die Kursstellung unterliegt üblicherweise dem Anbieter
  • Das Angebot richtet sich in vielen Fällen hauptsächlich an Privatanleger

Dagegen gibt es jedoch natürlich auch einige Unterschiede. So müssen Broker heutzutage immerhin über eine Lizenz des Herkunftslandes verfügen. In Deutschland bedeutet dies auch, dass die Geschäftsführer ihre Seriosität und Expertise bereits bewiesen haben. Außerdem gibt es vereinzelt auch SNP-Broker, die die Kurse nicht selbst stellen, sondern die Order tatsächlich an überwachte  Handelsplätze weiterleiten.

Ein weiterer Unterschied ist die Nachschusspflicht vieler CFD-Broker. Im Gegensatz zu Bucket Shops können Kunden beim Handel mit CFDs sogar mehr als ihr eingesetztes Kapital gewinnen. Anleger können sich zudem jederzeit über Echtzeitkurse über die tatsächlichen Kurse informieren. Zudem handeln Anleger üblicherweise weit kurzfristiger, als dies bei Bucket Shops der Fall war.

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3. Wie wahrscheinlich sind Kursmanipulationen?

Ein zentrales Problem bei Kursmanipulationen ist die Tatsache, dass sie kaum nachweisbar sind. Der Market Maker vermittelt letztlich Kundenorder untereinander, sodass natürlich andere Kurse für ihn sinnvoll sind, als sie auf größeren Handelsplätzen gelten. Es kann deswegen immer vorkommen, dass eine Order eines oder mehrere Kunden dazu bewegt, von einem Realtime-Kurs einer größeren Börse um mehr als ein paar Pips abzuweichen. Es ist also für Außenstehende überhaupt nicht erkennbar, ob die Änderung bewusst herbeigeführt wurde, oder letztlich einen fairen Markt darstellt.

Dies ist vor allem deswegen ein Problem, weil die Praxis des Fishing durchaus bekannt ist. Hier ändern unseriöse CFD-Kurse so, dass möglichst viele Stopp-Loss-Order der Kunden ausgelöst werden. Dafür ist häufig nur eine minimale Verschiebung notwendig, die für den Kunden allerdings große Folgen hat.

Eine weitere Möglichkeit ist die Manipulation direkt bei der Ausführung. Hier können die Kurse um wenige Pips/Punkte springen, direkt nach der Beauftragung jedoch wieder zurückfallen. Erklärbar sind solche Veränderungen zumindest bei sehr liquiden Werten nicht.

Üblicherweise setzten schlechtere Kurse erst dann ein, wenn der Trader erfolgreich handelt. Teilweise ist sogar bekannt geworden, dass statt der automatischen Orderausführung bei Anlegern auf manuelle Ausführung umgeschaltet wurde. Die Slippage kann so natürlich sehr groß werden und Kunden erhalten dann oft deutlich schlechtere Kurse.

Um eine solche Manipulation tatsächlich nachweisen zu können, ist es notwendig, dass ehemalige Mitarbeiter gegen den Broker aussagen. Sonst stehen die Chancen schlecht, weil die Beweise nicht aussagekräftig genug sind.

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Der Broker IG ist einer führenden CFD Anbieter weltweit

4. Nicht alle Broker unseriös

Allerdings steht außer Frage, dass nicht alle Broker für CFDs unseriös sind. Selbst Market Maker können vertrauenswürdig sein. Das Problem ist dabei jedoch, dass es für Außenstehende sehr schwer ist, zu erkennen, welche Broker seriös sind und welche nicht.

In vielen Fällen haben es Broker jedoch schlicht nicht nötig, ihre Kunden unfair zu behandeln. Sie verdienen wie – normale Broker – auch ihr Geld durch die Gebühren an der Ausführung. Vor allem große Broker haben deswegen natürlich auch ein Interesse daran, dass Kunden sie positiv wahrnehmen. Die sichert, dass sie entweder weiterhin Geld investieren und andere Kunden nicht durch negative Berichte abgeschreckt werden. Mögliche Einnahmequellen sind:

  • Spreads
  • Kommissionen
  • Gebühren für Services
  • Finanzierungkosten / Roll-Over-Gebühren

Zudem müssen sie nicht alle Orders hedgen. Üblicherweise steuern sie das Gesamtrisiko mit gezielten Finanzderivaten, ohne dabei jederzeit die gesamte Handelsaktivität abzusichern. Grund dafür ist auch, dass viele Privatanleger ohnehin nicht in der Lage sind, mit Gewinn zu handeln. Es existieren verschiedene Studien, doch mehr als 20 % der Privatanleger sind dazu üblicherweise nicht in der Lage. Dementsprechend können sie ihre Verdienste auf diese Weise sogar erhöhen, ohne gegen den Kunden zu wetten. Zu empfehlen ist der CFD-Handel beim CFD Broker Testsieger.

5. Kundensupport kann ebenfalls an Betrug beteiligt sein

Eine weitere Möglichkeit, Kunden das Geld aus der Tasche ziehen, ist der gezielte Einsatz des Kundenservice zu diesem Zweck. Die Broker werben die Kunden hierfür erst freundlich aber mit Nachdruck an. Wenn also ein Telefon wegen der Mitarbeiter gar nicht mehr stillstehen mag, ist immer Vorsicht angebracht.

Häufig werden potenzielle Kunden in Zusammenhang mit Demokonten geködert. Um ein solches nutzen zu können, müssen Interessenten oft ihre richtige Telefonnummer angeben. Der Kundenservice steht dann nur all zu gerne bereit, um die ersten Trades mit dem Kunden zu realisieren. In Demokonten hinken die Kurse jedoch häufig um ein paar Pips hinter den aktuellen her. Das ermöglicht es, die Erfolgsquote außergewöhnlich hochzuhalten und so zu suggerieren, dass das Trading mit CFD leicht ist. Außerdem vertrauen den Kunden der Expertise des „Account-Managers“ so deutlich schneller, sodass es für ihn leichter ist, den Kunden zur Einzahlung höhere Beträge zu überreden. Dabei wird auch immer wieder mit der Hoffnung gespielt, dass Kunden ihre Verluste zurückgewinnen können. Beim CFD Demokonto Testsieger ist das nicht der Fall.

Es ist zudem auch bekannt geworden, dass der Kundenservice bei manchen Brokern eindeutige Trading-Empfehlungen gibt, obwohl dies gesetzlich nicht in dieser Form erlaubt ist. Anleger werden so in Basiswerte hineingedrängt, die einen besonders hohen Spread haben, um den Verdienst des Brokers zu erhöhen.

Zudem spielen Support-Mitarbeiter oft die Informationen, die sie vom Kunden erhalten haben, zu ihrem eigenen Vorteil aus. Kunden müssen zum Beispiel bei der Anmeldung angeben, wie viel Kapital sie besitzen. Dies wird üblicherweise genutzt, um Anleger vor ungeeigneten Geldanlagen zu schützen. Beim Betrug durch CFD-Broker wird es hingegen genutzt, um die Höhe der nächsten Einzahlung in die Höhe treiben zu können.

All dies tun die Kundenmitarbeiter natürlich auf Druck durch die Vorgesetzen. Grundsätzlich herrscht in solchen Callcentern eine sehr unangenehme Atmosphäre, die sehr erfolgsorientiert ist. Wenn nicht genügend Umsatz erzielt wird, werden Mitarbeiter durch Meetings unter Druck gesetzt, in denen mit Jobverlust gedroht wird. Manche Broker bieten sogar Mitarbeiterkredite an, die Arbeitnehmer zu besonders günstigen Konditionen erhalten – solange, bis sie kündigen. Dann müssen sie das Geld vollständig innerhalb kurzer Zeit zurückzahlen.

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6. Geschlossene Konten sind Warnsignal

Bei manchen Brokern häufen sich die Beschwerden von Tradern, die erfolgreich handeln konnten, dann jedoch vom Trading ausgeschlossen wurden. Die Broker haben für solche Fälle üblicherweise einen Passus in den AGB, der auf den Trader angewendet werden kann. Der Ausschluss ist also rechtlich abgesichert und Kunden haben keine Möglichkeit sich dagegen zu wehren.

Auf diese Weise machen die betroffenen CFD-Anbieter deutlich, wie wenig ihnen an Kunden liegt, die tatsächlich mit Profit traden können. Wer also an einem vertrauenswürdigen Broker für CFDs interessiert ist, kann bei mehreren Beschwerden dieser Art getrost Abstand von dem Gedanken nehmen, dort Geld einzuzahlen. Es handelt sich dabei nicht unbedingt um unseriöse Anbieter, die ihre Kunden betrügen. Es handelt sich jedoch auch offensichtlich nicht um einen Broker, der möchte, dass seien Kunden gewinnen.

7. Weiteres Betrugsanzeichen: Werbung und mangelhafte Aufklärung

Die Finanzaufsichtsbehörden in verschiedenen Ländern kritisieren zurecht, dass viele Broker das eigentlich sehr riskante und komplexe Finanzinstrument CFDs unehrlich und zu positiv bewerben. Dadurch würden vor allem unerfahrene Anleger dazu verleitet werden, ein Finanzinstrument zu nutzen, ohne das Risiko einschätzen zu können.

Zwar müssen die Broker auf das hohe Verlustrisiko hinweisen, allerdings tun sie dies üblicherweise eher an versteckter Stelle. Die Werbespots versprechen hingegen hohe Gewinne in kürzester Zeit, ohne dass der Anleger über Finanzwissen oder Trading-Erfahrung verfügen muss.

CFDs sind auch für Privatanleger konzipiert worden. Sie eignen sich für durchschnittliche Anleger jedoch in keinem Fall. Sie sind für Profis geeignet, die wissen, worauf sie sich einlassen und entsprechend Kapital, Wissen und Erfahrung mitbringen. Dass dies in der Werbung völlig anders dargestellt wird, ist ein bedeutendes Problem und hat viele Anleger bereits viel Geld gekostet. Der CFD Verbraucherschutz bleibt hier auf der Strecke.

Ein weiteres Problem des CFD-Marketings sind die Bonusversprechen, die viele Anbieter machen. Um einen besonders hohen Bonus zu erhalten, müssen Trader dann deutlich mehr einzahlen, als für sie in vielen Fällen sinnvoll wäre. Noch dazu gelangen sie unter Umständen nicht mehr an ihr Geld, bevor sie die Umsatzbedingungen für den Bonus nicht erfüllt haben. Anbieter mit solchen Beschränkungen bei der Auszahlung können nicht als seriös gelten.

8. Fragwürdige Praxis: Riesenhebel

Profis arbeiten üblicherweise mit einem Hebel von maximal 1:5. Bei vielen CFD-Brokern ist allerdings ein Vielfaches dieses Leverage möglich. Teilweise bieten sie sogar Hebel von bis zu 1:200 an. Auch wenn dies verlockend und wie ein guter Service erscheint, ist dies letztlich Irrsinn, der den Verlust von Privatanlegern deutlich begünstigt.

Zudem erlauben manche Anbieter für CFDs es zusätzlich, durch ein Stopp-Loss den Hebel noch weiter zu erhöhen, sodass es Kunden teilweise möglich wird, das 400-fache ihres Einsatzes zu bewegen. Natürlich kann dies auch schief gehen. Im Franken-Crash verlor beispielsweise ein Privatanleger mit einem Einsatz von 3.000 Euro über 280.000 Euro.

Kein ernstzunehmendes Kreditunternehmen würde einem Kunden einen Kredit in dieser Höhe gewähren, ohne mehr Sicherheiten zu fordern als 3.000 Euro. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um Betrug – der Kunde war schließlich auch über das Risiko der Nachschusspflicht informiert. Jedoch: Welcher vertrauenswürdige und faire Finanzdienstleister würde seinen Kunden ein ähnlich hohes Risiko erlauben? Hierbei soll nicht verschwiegen werden, dass der CFD-Broker seinem Kunden einen Nachlass von 90 % gewährte – also nur noch 28.000 Euro von ihm forderte.

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