CFDs – Diese Alternativen gibt es!

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CFDs sind nicht unumstritten – während manche sie für eines der wirksamsten Finanzinstrumente fürs Hedging und Trading ansehen, sind sie Verbraucherschützern ein Dorn im Auge. Und tatsächlich eignen sie sich in vielen Fällen nicht für Privatanleger. 9 von 10 Privatanlegern handeln mit CFDs vor allem Indizes. Hier gibt es verschiedene Alternativen, doch welche sind für Privatanleger besser geeignet?

CFDs vs. Basiswerte direkt handeln

Die wohl naheliegendste Alternative zum Handeln von CFDs ist es, die Basiswerte direkt zu handeln. Allerdings ist dies nur bedingt möglich. Bei Aktien funktioniert der Handel zugegebenermaßen auch ohne Hebel ohne Probleme und auch das Investment in Währungen ist zumindest über Fremdwährungskonten oder ähnliche Produkte nutzbar, ohne das Risiko deutlich zu erhöhen. Letztlich lassen sich beide über Fremdwährungs- oder Lombardkredite sogar mit einem leichten Hebel handeln. Teilweise entstehen hier jedoch Nachteile wie die Langsamkeit von Kursveränderungen, ein dennoch hohes Risiko und viele Folgekosten. Zudem ist es ohne Derivate relativ schwierig, Positionen zu hedgen.

Bei Rohstoffen und Indizes ist ein Handel des Basiswertes auch nur über Umwege möglich. Der einfachste wäre der Handel mit ETFs. Auch hier verbergen sich jedoch unter Umständen einige Risiken wie Swaps oder Emittentenausfall. Zudem sind nicht alle Konstruktionen leicht zu durchschauen. Dennoch handelt es sich durch die Risikostreuung und die fehlende Nachschusspflicht um eine gute Alternative. Ein Nachteil ist natürlich, dass ein Großteil der Produkte auf längere Anlagedauer ausgelegt ist und nur wenige beispielsweise täglich Änderungen einfließen lassen und so auch ein Traden der Richtung ermöglichen.

Alternativen zu CFDs: Die Fakten im Überblick

  • CFDs haben  gegenüber anderen Produkten Vorteile und Nachteile
  • Sinnvoll bei kurzfristiger Absicherung bestehender Positionen
  • Vorteile von CFDs – preiswert und keine Laufzeitbeschränkung
  • Nachteile von CFDs – hohe Risiken durch Hebel und kein reguliertes Produkt
  • CFD-Alternativen – Futures, Optionen, Optionsscheine, Zertifikate
  • Ziel des Anlegers bestimmt Wahl des Finanzinstruments


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1. CFDs vs. Aktien

Der größte Vorteil beim Aktienhandel ist natürlich die Tatsache, dass für CFDs durch die Hebelwirkung deutlich weniger Kapital eingesetzt werden muss, um im gleichen Maße von Kursbewegungen profitieren zu können. Die Möglichkeit, Aktien auch Short handeln zu können, ist ein weiterer wichtiger Vorteil beim Handeln von CFDs. Das macht das Derivat auch als Ergänzung zum Aktienhandel sinnvoll: Wer Positionen absichern möchte, kann dies mit CFDs relativ kostenarm.

Trader von CFDs können zudem genauso wie Aktionäre von der Dividende profitieren. Sie haben zwar je nach Vertragsbestimmungen nicht immer ein Recht darauf, viele Broker leisten jedoch einen Barausgleich. Allerdings sind hierfür natürlich Long-Positionen maßgebend. Sinnvoll ist dies in der Praxis jedoch nur selten. CFDs werden üblicherweise nicht lang genug gehalten, sodass die erwartete Dividende bereits eingepreist ist. Hält ein Trader am Dividendentag Short-Positionen, ist er hingegen dazu verpflichtet, die Dividendenzahlung weiterzugeben.

Es gibt jedoch auch einige wichtige Unterschiede. So haben Trader von CFDs keine Aktionärsrechte oder –pflichten wie das Stimmrecht. Zudem riskieren Aktionäre maximal das eingesetzte Kapital im Falle einer Insolvenz. Beim CFD-Handel ist der Verlust hingegen prinzipiell unbegrenzt. Zudem kann der Totalverlust beim CFD-Trading aufgrund der Hebelwirkung deutlich früher eintreten. Während eine AG ein wirklich existentielles Problem haben muss, damit die Aktionäre ihr Kapital verlieren, reicht beim Handel mit CFDs bei einem entsprechend großen Hebel bereits ein Skandal oder Marktturbulenzen, wie sie regelmäßig vorkommen.

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2. CFDs vs. (Short)-ETFs

CFDs werden besonders häufig eingesetzt, um Indizes zu handeln. Dementsprechend sind ETFs, bei denen Indizes passiv nachgebildet werden, eine der Alternativen für CFDs, die Trader im Blick behalten sollten.

ETFs eignen sich dabei grundsätzlich eher für eine langfristige Geldanlage, weniger für Spekulationen. Es gibt jedoch auch einige Sonderformen, die für Interessenten oder Händler von CFDs vermutlich eher in Betracht gezogen werden, die sogenannten Short-ETFs.

Short-ETFs bilden die Wertentwicklung eines Index invers ab. Steigt der zugrundeliegende Index, sinkt der Wert des Short-ETFs und umgekehrt. Dabei gilt dieser Effekt üblicherweise von Schlusskurs zu Schlusskurs, es existiert also eine Pfadabhängigkeit. Dies kann (und wird in vielen Fällen) dazu führen, dass der Short-ETF nach einem gewissen Betrachtungszeitraum vom Index abweicht. Short-ETFs eignen sich deswegen auch nicht im gleichen Maße für die Absicherung von Depots, wie dies bei CFDs durchaus der Fall ist.

Zudem erhalten beide Produkte in der Regel ein Emittentenrisiko, da Short-ETFs erst durch den Swap möglich werden.

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3. Das sind die Vorteile von CFDs gegenüber anderen Hebelprodukten

CFDs haben gegenüber den meisten anderen Hebelprodukten einige wichtige Vorteile. Zuallererst ist hier die fehlende Laufzeitbeschränkung zu nennen. Während die meisten Alternativen zu CFDs ein festes Laufzeitende haben und auch ihr Wert oft davon abhängt, können CFDs prinzipiell so lange gehalten werden, wie der Trader möchte. In der Praxis ist dies oft nicht sinnvoll, weil in der Regel Over-Night-Gebühren anfallen, die eine lange Haltedauer unrentabel machen. Allerdings wäre es prinzipiell möglich. Zudem gibt es auch keine festgeschriebenen Grenzen wie Knock-Outs, zu denen die Positionen wertlos werden. Selbst wenn die hinterlegte Margin nicht ausreicht, ist es möglich, ein Schließen der Position durch mehr Kapital zu verhindern.

Ein weiterer Vorteil ist gerade für Privatanleger, dass der Handel mit sehr kleinen Stückzahlen möglich ist. Faktisch ist das Trading bereits ab einem CFD möglich, während viele andere Derivate deutlich größere Stückzahlen oder Kontraktgrößen fordern.

Der dritte wichtige Vorteil gegenüber anderen Hebelprodukten ist die einfache Preisgestaltung. Bei CFDs gibt es keine:

  • Volatilitätseinflüsse
  • Knock-out-Barrieren
  • Zweitwertverluste
  • Roll-Over-Kosten

Stattdessen entwickelt sich der Wert immer linear zum Basiswert, was auch Gewinn und Verluste leicht erkennbar macht. Beim CFD Demokonto Testsieger lässt sich der Handel mit Hebelprodukten ohne Risiko testweise praktizieren.

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4. Das sind die Nachteile gegenüber anderen Hebelprodukten

CFDs haben gegenüber Hebelprodukten allerdings auch Nachteile. Ein großer Minuspunkt ist die Tatsache, dass es sich bei CFDs nicht um ein reguliertes Produkt handelt. Dadurch, dass CFDs nicht an der Börse gehandelt werden, unterliegen sie deutlich weniger Bestimmungen und sind nicht standardisiert. Dies bedeutet zudem, dass der Broker des Kunden als einziger Handelspartner auftritt. Während andere Hebelprodukte und Finanzderivate über bestimmte Börsen, wie beispielsweise Terminbörsen, gehandelt werden können, ist der Anleger auf das Angebot seines CFD-Brokers angewiesen. Er kann den CFD also auch nicht mit zu einem anderen Anbieter nehmen.

Ein weiterer Nachteil gegenüber den meisten Finanzderivaten – mit Ausnahme von Futures – ist die Tatsache, dass eine Nachschusspflicht besteht. Sollte also der Broker nicht in der Lage sein, die Position des Kunden zu schließen, bevor der Verlust den Kontostand übersteigt, muss der Kunde Kapital nachschießen. Damit übersteigt das Verlustrisiko den Einsatz deutlich.

5. CFDs vs. Futures

Eines der Finanzinstrumente, die am häufigsten mit CFDs verglichen werden, sind Futures. Grund dafür sind einige Gemeinsamkeiten:

  • Wette auf zukünftige Entwicklung
  • Finanzderivat
  • Gehebeltes Finanzinstrument
  • Finanzausgleich statt Lieferung der Ware
  • Nachschusspflicht

Allerdings trauen sich die meisten Privatanleger, die für das Trading mit CFDs empfänglich sind, nicht an Futures heran. Grund dafür sind auch die großen Kontraktgrößen, die bei Futures gefordert werden. Außerdem benötigen Anleger die Termingeschäftsfähigkeit.

Ein weiterer Vorteil von CFDs ist zudem, dass CFDs zumeist als Endloskontrakte aufgelegt werden. Es entstehen also keine Roll-Over-Gebühren, die beim nächsten Kontrakt gezahlt werden müssen.

Futures werden hingegen standardisiert gehandelt. Das bedeutet, dass einheitliche Terminkontrakte angeboten werden, die in der Größe und im Liefertermin standardisiert sind. Beim CFD-Trading ist dies nicht der Fall, was es schwierig machen würde, sie beispielsweise über eine Börse zu verkaufen. Bei Futures ist dies hingegen möglich. Sie werden an der Terminbörse gehandelt. Jeder Handelspartner muss eine Margin bei der Clearing-Organisation hinterlegen, der Preis bildet sich jedoch ausschließlich über Angebot und Nachfrage aus. Dies ist gegenüber den Market Makern für viele ein großer Vorteil. Manche könnten einwenden, dass der Retail Broker als zuverlässiger Liquiditätsgeber gelten kann, allerdings gehört der Future-Markt zu den liquidesten Märkten.

Für viele Trader gelten Futures als die einzig richtige Wahl, wenn ein Anleger es mit dem Trading ernst meint. Früher oder später landen die meisten Händler auch folgerichtig beim Future-Handel. Grund dafür ist vor allem die größere Transparenz, die durch die Terminbörse entsteht.

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Markets.com ist für den CFD-Handel eine renommierte Adresse

6. CFDs oder Optionen?

Auch Optionen besitzen einige Merkmale, die auch CFDs aufweisen. So handelt sich bei beiden um Derivate, die vor allem dafür genutzt werden, von einer nicht sicher vorherzusehenden Kursentwicklung in der Zukunft profitieren zu können. Es handelt sich also um spekulative Investments, die zudem in beide Richtungen genutzt werden können. Beide Produkte können zudem auch gehebelt genutzt werden, was auf der anderen Seite auch bedeutete, dass das Anfangskapital nicht all zu groß sein muss.

Ein bedeutender Unterschied ist allerdings, dass Optionen keine Emittenten besitzen, während dies bei CFDs nicht der Fall ist. Der Emittent einer Option kann keinen Einfluss mehr auf die Kurse nehmen. Bei CFDs ist hingegen eines der Hauptprobleme, dass Kunden immer wieder Kursmanipulationen vermuten. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig und reichen von bewussten Kursveränderungen durch Fishing oder schlechteren Ausführungskursen bis hin zur Nichterreichbarkeit des Brokers.

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist die Tatsache, dass es bei Optionen keine Nachschusspflicht gibt. Anleger können also maximal das Geld verlieren, dass sie auch investiert haben. Bei CFDs existiert hingegen eine Nachschusspflicht, die fast unbegrenzte Verluste ermöglicht. Durch starke Hebelwirkungen können die Defizite weit über das eingezahlte Kapital hinausgehen.

Dies sind bereits außerordentlich wichtige Unterschiede, die die Optionen als deutlich sinnvoller erscheinen lassen. Optionen werden zudem auf noch mehr Basiswerte angeboten. Allerdings haben auch CFDs einen wichtigen Vorteil: Sie sind deutlich leichter zu verstehen, da der Wert direkt an den Basiswert geknüpft. Bei Optionen zählt hingegen auch die Laufzeit. Ohnehin ist die Begrenztheit einer der Nachteile dieses Finanzinstruments gegenüber CFDs.

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7. CFD oder Optionsscheine?

Auch Optionsscheine sind eine Alternative zu CFDs. Immerhin werden sie auf dieselben Basiswerte angeboten und ermöglichen es, einen Hebel zu nutzen. Bei Optionsscheinen handelt es sich um Optionen in Wertpapierform. Anleger erhalten so das Recht, einen bestimmten Basiswert zu einem bestimmten Bezugspreis zu kaufen oder zu verkaufen. Sie sind dabei deutlich kompliziert zu verstehen als CFDs. Grund dafür ist, dass die implizite Volatilität die Restlaufzeit und der Basispreis den Preis mitbestimmen.

Weitere Gemeinsamkeit beider Finanzprodukte ist die Tatsache, dass sie bei einer längeren Haltedauer teurer werden. So fallen beim Halten von CFDs bei Longpositionen Over-Night-Gebühren an. Optionsscheine verlieren hingegen über Nacht den Zeitwert. Beide haben zudem ein Emittentenrisiko.

Dennoch weisen beide Formen einige bedeutende Unterschiede auf:

  • Optionsscheine können sehr komplex sein
  • Optionsscheine haben eine feste Laufzeit
  • Bei Optionsscheinen gibt es keine Nachschusspflicht
  • Die Kosten von Optionsscheinen sind meist höher
  • Optionsscheine können bei fast allen Broker gehandelt werden
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IG ist ein Broker mit einem Handelsangebot aus 10000 Märkten von CFDs über Forex bis Zertifikate

8. CFDs und Zertifikate

Auch beim Vergleich von CFDs und Zertifikaten ist einer der größten Vorteile die Tatsache, dass Anleger den Preis unterschiedlicher Emittenten vergleichen können, ohne gleich zu ihnen zu wechseln. Zertifikate können also auch über eine Börse gehandelt werden. Das bedeutet gleichfalls, dass der Handel überwacht wird. Beim CFD-Handel ist der Anleger hingegen von seinem Broker abhängig und muss diesem deswegen auch zu 100 Prozent vertrauen können. Der CFD Broker Testsieger bietet Handelsmöglichkeiten und Sicherheit zugleich.

Ein Problem von beiden ist allerdings das Emittentenrisiko. Auch wenn es bei CFD-Brokern also noch wichtiger ist, den Anbieter genau zu kontrollieren, sollten auch Nutzer von Zertifikaten den Emittenten auf die Bonität prüfen. Im Gegensatz zu CFD-Brokern ist dies bei Zertifikaten allerdings leichter. Der Deutsche Derivate Verband bietet hierfür eine Übersicht der Zertifikatehäuser inklusive aktueller Bonitätseinschätzung an.

Zertifikate sind deutlich komplexer als CFDs. Das hat vor allem für Einsteiger und Privatanleger mit begrenztem Zeitkontingent das Problem, dass die Produktvielfalt und die Konsequenzen der einzelnen Bestandteile nur schwer durchschaut werden können. Auf der anderen Seite ermöglichen derartige Zertifikate allerdings auch, professionelle Strategien abzubilden. Zudem ermöglicht dies auch deutlich längere Laufzeiten als bei CFDs.

Ein bedeutender Vorteil von Zertifikaten ist zudem, dass Anleger hier keine Nachschusspflicht fürchten müssen. Bei CFDs ist dies bekanntermaßen anders.

Ein Vorteil von Zertifikaten ist zudem, dass der Händler keine ausreichende Liquidität am Markt vorfinden muss und starke Kursausschläge auch hohe Gewinne bedeuten. Während sich gerade bei hohen Kursausschlägen bei CFDs oft kein Käufer findet, sodass die Position erst wieder zu geringeren Kursen geschlossen werden kann, ist dies bei Zertifikaten nicht der Fall. Hier steht der Hebel von vornherein fest und der Anleger erhält auch den Betrag.

Darüber hinaus sind manche Zertifikate nicht nur wie CFDs dazu geeignet, beide Marktrichtungen zu handeln. Stattdessen sind auch Seitwärtsbewegungen mit bestimmten Zertifikaten sehr gut möglich.

Fazit: Welches Finanzinstrument eine tatsächliche Alternative zu CFDs und umgekehrt darstellt, hängt vom Ziel des Anlegers ab. Im Daytrading-Bereich sind vor allem Futures die größten Konkurrenten, allerdings ist der Marktzugang für Privatanleger alles andere als leicht.

Wer langfristig Geld anlegen möchte oder eine Absicherung erzielen möchte, sollte zudem häufig zu anderen Finanzderivaten greifen. Dies liegt vor allem an den zwei größten Nachteilen von CFDs: Nicht reguliert und Verlustrisiko nicht begrenzt. Im Gegenzug sind sie relativ günstig, einfach zu verstehen und zudem nicht auf eine feste Laufzeit begrenzt. Das sorgt dafür, dass sie in bestimmten Marktsituationen und Zwecken dennoch sinnvoll sein können, wie beispielsweise bei kurzfristigen Absicherungen von bestehenden Positionen.

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