Aktienfonds – Lohnende Investition oder Abzocke?

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Wer nicht selbstständig mit Aktien handeln möchte, findet in Aktienfonds oft eine Alternative. Hier müssen die Entscheidungen über Kauf und Verkauf nicht selber getroffen werden. Aktienfonds gelten als relativ sichere Geldanlage mit hoher Rendite. Aber wie hoch ist das Risiko wirklich und was sollte unbedingt beachtet werden, bevor Geld in einen Fonds investiert wird? Wir haben uns näher mit den Vor- und Nachteilen von Aktienfonds auseinandergesetzt und das notwendige Wissen in diesem Artikel zusammengefasst.

Aktienfonds: Einfach erklärt

  • Bei einem Aktienfonds müssen die Entscheidungen übe Kauf und Verkauf nicht selber getroffen werden, sondern sind vorgegeben
  • Aktienfonds werden entweder aktiv durch einen Fondsmanager oder passiv auf der Grundlage von festgelegten Kriterien gemanagt.
  • Da die meisten Fonds breit gestreut sind, sind Aktienfonds vergleichsweise risikoarm
  • Es gibt verschiedene Arten von Fonds. So kann beispielsweise in bestimmte Branchen oder Indizes investiert werden.
  • Die Fondsanteile können jederzeit ge- bzw. verkauft werden.
  • Ein Aktienfonds entspricht im Prinzip einem Aktiendepots, bei welchem die Entscheidungen nicht selber getroffen werden müssen.
  • Die Kosten, welche bei den einzelnen Fonds anfallen, unterscheiden sich teilweise stark

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1. So funktionieren Aktienfonds

Mit dem Kauf eines Aktienfonds erwirbt des Anleger quasi Anteile der im Fonds enthaltenen Aktien. Über Kauf und Verkauf von Aktien entscheiden bei einem Fond nicht die Anleger selber, sondern entweder ein Fondsmanager oder bestimmte Kriterien, welche genau festgelegt sind. Steigt der Gesamtwert der im Fonds enthaltenen Wertpapiere, so wirft dieser einen Gewinn ab. Genau wie der Aktienhandel bergen auch Fonds ein gewisses Risiko, denn fällt der Gesamtwert des Fonds, so machen auch die Anleger Verluste. Je nachdem, welche Aktien in einem Fonds enthalten sind, schwankt demnach auch das Risiko. Während sich konservative Fonds auf Grund des geringen Risikos sehr gut eigenen, um beispielsweise fürs Alter vorzusorgen, sollte in Fonds mit einem höheren Risiko nur Kapital investiert werden, was nicht dringen anderweitig benötigt wird. Hier gilt es, genau wie beim klassischen Aktienhandel, eine auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Anlagestrategie, beziehungsweise die entsprechenden Fonds zu finden.

Aktienfonds können sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Um das Risiko möglichst gering zu halten, sind die Investitionen in der Regel gut gestreut. Vor allem bei branchengebundenen Fonds sollte aber nicht alles auf eine Karte gesetzt werden. Hier profitiert zwar der Fonds stark vom Aufschwung der entsprechenden Branche, genauso wirken sich aber branchenbezogene Schwierigkeiten ebenfalls auf den gesamten Fonds aus. Es ist daher ratsam, nicht nur einen Fonds mit Aktien aus einer einzelnen Branche zu besitzen, sondern zur Senkung des Risikos in mehrere Fonds zu investieren.

Fazit: Aktienfonds sind eine gute Möglichkeit, ohne großen Zeitaufwand in Aktien zu investieren, denn die relevanten Entscheidungen müssen nicht selber getroffen werden. Somit muss auch kaum Zeit in den Fonds investiert werden. Genau wie bei Aktien schwankt das Risiko stark mit der Art des Fonds. Während einige Fonds einen großen Teil des Aktienmarktes abdecken, beziehen sich andere auf spezielle Branchen. Je nachdem, in was für einen Fonds investiert wird, sollte möglicherweise eine weitere Streuung durch einen oder mehrere weitere Fonds durchgeführt werden.

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2. Die Kosten von Aktienfonds

Es kostet Geld, Aktien an der Börse zu handeln. Diese Gebühren entstehen natürlich auch bei einem Aktienfonds und werden dementsprechend auf die Anleger umgelegt. In de Regel kommen aber noch weitere Gebühren hinzu. Ein Fonds bietet zwar den großen Vorteil, dass sich die Anleger nicht selber intensiv mit der Handelsstrategie auseinandersetzen müssen und Profis die wichtigen Entscheidungen übernehmen, diesen Service lassen sich die Anbieter aber auch bezahlen.

Bei der Auswahl eines passenden Aktienfonds spielen somit nicht nur die enthaltenen Aktien und die Fonds-Strategie eine Rolle, sondern es sollten auch die anfallenden Kosten verglichen werden. Aktiv gemanagte Fonds sind in der Regel teurer als passiv gemanagte. Beim aktiven Fondsmanagement werden die Entscheidungen von einem oder mehreren Managern getroffen, während passive Fonds nach streng festgelegten Kriterien gehandelt werden.

Aber nicht nur die Einteilung in aktive und passive Fonds ist wichtig. Auch zwischen den einzelnen Anbietern gibt es deutliche Unterschiede, was sich in den Kosten und so letztendlich auch in den Gewinnen niederschlägt. Daher sollte vor der Auswahl eines Aktienfonds immer ein ausgiebiger Anbieter-Vergleich durchgeführt werden.

Fazit: Die bei Aktienfonds anfallenden Kosten unterscheiden sich zum Teil noch stärker als bei eigenständigen Aktiendepots. Daher sollten vor einer Investition die Anbieter genau verglichen werden. Nicht jeder Fonds ist auch für jeden Anleger geeignet, denn es kommt immer auf die persönlichen Ansprüche an, die an einen Aktienfonds gestellt werden. Während bei riskanteren Fonds zum Teil sehr hohe Renditen möglich sind, bieten konservativ gemanagte Fonds ein hohes Maß an Sicherheit.

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3. Risiko bei Aktienfonds reduzieren

Der Wert von Aktienfonds ist immer abhängig vom Gesamtwert der enthaltenen Aktien. Neben einer Wertsteigerung ist auch ein Verlust möglich. Für Anleger, die den Fonds als eine vergleichsweise sichere Geldanlage mit hoher Rendite nutzen möchten, ist es daher wichtig, das Verlustrisiko so gut es geht zu reduzieren. Dabei ist zuerst einmal die Auswahl des Fonds selber von Bedeutung, denn Aktienfonds werden in vielen unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Für eine möglichst sichere Anlage sollte daher ein Fonds ausgewählt werden, der viele stabile Aktien und nur wenige spekulative enthält. Auch die Streuung der Anlagen ist wichtig, denn Probleme in einer bestimmten Branche wirken sich oftmals auf alle betreffenden Aktien aus. Genau wie beim eigenständigen Aktienhandel ist es daher auch bei der Investition in Aktienfonds wichtig, Aktien aus unterschiedlichen Branchen zu besitzen, damit im Fall einer Krise in einer Branche der Wertverlust durch Steigerungen bei den anderen Aktien ausgeglichen werden kann. Diese sogenannte Streuung kann entweder innerhalb des Fonds stattfinden oder aber über den Kauf mehrerer unterschiedlicher Fonds durchgeführt werden.

Fazit: Aktienfonds gelten als relativ risikoarme Geldanlage. Das ist aber nur der Fall, wenn die richtigen Fonds ausgewählt werden und ein gutes Risikomanagement eingehalten wird. Zur Absicherung ist es auch möglich, in mehrere verschiedene Fonds zu investieren, wodurch das Risiko weiter reduziert wird.

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4. Erfolgreich und sicher in Aktienfonds investieren – Tipps und Tricks

Viele Einsteiger denken, da bei einem Aktienfonds die Entscheidungen automatisch oder durch einen Fondsmanager getroffen werden, müsste man sich nur zurücklehnen und zusehen, wie der Fonds Gewinne abwirft. Zwar ist es richtig, dass die Investition in Aktienfonds unkompliziert ist und diese Form der Geldanlage kaum Zeit benötigt. Allerdings sollten Sie sich trotzdem mit der Funktionsweise von Fonds und den verschiedenen Anbietern auseinandersetzen, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einen Teil Ihres Kapitals in einen oder mehrere Fonds zu investieren.

  1. Anbieter vergleichen
    Die zusätzlichen Kosten, die bei einem Aktienfonds aufgebracht werden müssen, unterscheiden sich vom einen zum anderen Anbieter teilweise sehr stark. Vor allem bei den niedergelassenen Banken fallen zusätzlich zu den regulären Börsengebühren oft noch weitere ziemlich hohe Gebühren für das Managen des Fonds an. Online-Broker sind in den meisten Fällen die deutlich günstigere Alternative. Das gilt insbesondere für den Discount Broker Testsieger.
  2. Seriösen Anbieter auswählen
    Zwar gibt es bei den Aktienfonds nicht so viele „schwarze Schafe“ wie im Bereich des Devisenhandels, dennoch ist auch hier Vorsicht geboten. Ein seriöser Anbieter für einen Aktienfond sollte unbedingt über eine entsprechende Lizenz verfügen und von einer offiziellen Behörde beaufsichtigt und reguliert werden.
  3. Risiko richtig einschätzen
    Einige Fonds investieren in boomende Branche und versprechen dabei hohe Gewinne. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass bei einer einseitigen Investition in nur eine Branche ein hohes Risiko besteht, beispielsweise bei Krisen einen Verlust zu erleiden. Risikoarme Fonds sind breit über mehrere Branchen hinweg gestreut, so dass die Verluste einzelner Aktien durch Profite auf der anderen Seite aufgefangen werden können. Auch die Art der Unternehmen, in welche investiert wird spielt eine große Rolle. Junge Start-Ups beispielsweise können sich zwar als Goldgruben erweisen und teilweise riesige Gewinne abwerfen, auf der anderen Seite ist hier aber auch die Verlustgefahr deutlich höher. Wertpapieranlagen lassen sich beim Discount Broker Demokonto Testsieger ohne Risiko ausprobieren.
  4. Nur freies Kapital verwenden
    Genau wie bei Aktien sollten auch Fonds nur mit freiem Kapital gekauft werden, welches mittelfristig nicht zwingend benötigt wird. Ansonsten besteht die Gefahr, die Fondsanteile zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen und dabei einen Verlust zu machen. Es sollte keinesfalls ein Kredit aufgenommen werden, um in Aktien oder Fonds zu investieren. Im schlimmsten Fall muss der Anleger sonst nicht nur einen Verlust beim Fonds selber, sondern auch noch durch die Zinsen hinnehmen.
  5. Kosten sparen durch passiv gemanagte Fonds
    Bei passiv verwalteten Aktienfonds wird kein Fondsmanager benötigt, um Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu treffen. Die Transaktionen werden nach streng festgelegten Kriterien durchgeführt. Dadurch ist der Fonds deutlich günstiger. Ein beliebtes Beispiel für einen passiven Fonds sind die immer häufiger gekauften ETFs. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Indexfonds, das bedeutet, dass ein gesamter Aktienindex im Verhältnis durch den Fonds abgebildet wird. Der Fonds steigt und fällt damit analog zum abgebildeten Index.

Fazit: Auch bei der Investition in Aktienfonds sollten die Anleger verstehen, was genau sie mit ihrem Kapital kaufen. Der Zeitaufwand ist dabei aber deutlich geringer als beim eigenständigen Handel mit Aktien. Wer entsprechend seiner Anforderungen an eine Geldanlage in die richtigen Fonds investiert bekommt hier eine gute Rendite zu einem verhältnismäßig niedrigen Risiko.

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5. FAQ zur Investition in Aktienfonds

Sollte ich in einen oder besser mehrere verschiedene Fonds investieren?

Je mehr (gute) Fonds im Portfolio eines Anlegers vorhanden sind, desto niedriger ist das Gesamtrisiko für einen Verlust. Insofern ist es nicht verkehrt, sein Kapital auf mehrere verschiedene Aktienfonds aufzuteilen. Wer dagegen lieber nur in einen oder zwei Fonds investieren möchte, sollte auf eine breite Streuung dieses Fonds achten, da dadurch schon innerhalb des einzelnen Fonds das Risiko für einen Verlust minimiert wird.

Wie viel Geld sollte ich in Aktienfonds investieren?

Das hängt davon ab, wie viel Kapital zur Verfügung steht. Generell gilt auch für Aktienfonds, dass nur Geld investiert werden sollte, welches nicht in nächster Zeit anderweitig benötigt werden könnte, da so unter Umständen ein Verkauf der Fondsanteile zu einem ungünstigen Zeitpunkt nötig wäre, was zu unnötigen Verlusten führen könnte.
Machen Sie sich bewusst, wie hoch das Risiko sein darf, das Sie mit dem investierten Geld eingehen. Fonds die der Altersvorsorge dienen, sollten beispielsweise sehr konservativ sein und nur ein minimales Verlustrisiko bergen, während Risikokapital auch durchaus in volatilere Fonds mit der Chance auf hohe Gewinne aber auch ein deutlich größeres Risiko investiert werden darf.

Mit welchen Kosten muss ich bei einem Aktienfonds rechnen?

Die Kosten für einen Aktienfonds setzen sich aus den Börsengebühren und zusätzlichen Gebühren des Anbieters zusammen. Bei einem aktiv gemanagten Fonds entstehen höhere Gebühren, da hier auch noch das Management bezahlt werden muss. Aber auch bei ähnlichen Leistungen unterscheiden sich die Preise der einzelnen Anbieter oft stark. Daher lohnt es sich, vor der Investition einen Kostenvergleich durchzuführen.

Kann ich jederzeit aussteigen?

Ja. Fondsanteile können jederzeit verkauft werden. Allerdings sollte dies nicht unter Druck geschehen müssen, beispielsweise weil das Geld für andere Dinge dringend benötigt wird. Bei einem Verkauf der Fondsanteile erhalten Sie den aktuellen Preis. Steht der Kurs des Fonds grade schlecht, machen Sie unter Umständen einen Verlust, wenn Sie gezwungen sind, sofort oder sehr zeitnah zu verkaufen.

6. Mehr zu Aktienfonds und Wertpapierhandel: Weitere Angebote auf unserer Website

Wenn Sie mehr über Aktienfonds lernen möchten, bieten wir auf unserer Seite zahlreiche weitere Artikel. Wir helfen Ihnen bei der Wahl des richtigen Online Brokers, indem wir aktuelle Broker-Vergleiche zur Verfügung stellen und in unabhängigen Tests nicht nur die Stärken hervorheben, sondern auch auf die Schwächen der einzelnen Anbieter eingehen.
Alles was Sie für den Handel mit Aktienfonds und anderen Finanzprodukten benötigen, finden Sie immer aktuell bei uns.

7. Unser Fazit: Aktienfonds sind eine gute Möglichkeit, hohe Renditen mit einem minimalen Zeitaufwand zu erzielen

Zwar fallen bei einem Aktienfonds in der Regel mehr Gebühren an, als wenn der Handel an der Börse komplett eigenständig durchgeführt wird, dafür profitieren die Anleger vom geringen Zeitaufwand. Außer der Entscheidung, in welche Fonds investiert werden soll, fällt nämlich kein weiterer Aufwand an. Sämtliche Käufe und Verkäufe an der Börse werden ohne Zutun der Investoren durchgeführt.
Auch für Einsteiger, die sich den eigenständigen Börsenhandel (noch) nicht zutrauen, sind Fonds eine gute Alternative.

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